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Fotos Foodsave-Bankett Bern 2019: Pascale Amez

Fotos: Pascale Amez

Öffentliches Festessen gegen Verschwendung

Das Foodsave-Bankett zieht Kreise. Dieses Jahr findet es nicht nur auf dem Berner Bahnhofplatz statt, sondern auch in Zürich, Chur und am   18. September in Münsingen. Auch dort haben sich Kirchen, Gruppen, Gastrobetriebe, Firmen, Bauern und Behörden für das besondere Erntedankfest zusammengetan. Lebensmittelverschwendung bleibt eine grosse gesellschaftliche Herausforderung, aber die Sensibilität steigt in weiten Bevölkerungskreisen und in allen Branchen.

Das öffentliche Foodsave-Bankett in Bern vom Freitag, 24. September, findet bereits zum sechsten Mal in Folge statt. Getragen wird die ganztägige Veranstaltung von 43 Organisationen. Der Tag beginnt mit dem «Foodsave-Märit» ab acht Uhr auf dem Bahnhofplatz. Angeboten werden Gemüse und Früchte, die nicht der Norm entsprechen und deshalb den Weg in den Verkauf nicht schaffen.

Ab 15 Uhr verwandelt sich die Heiliggeistkirche in eine grosse Rüstküche, in der Freiwillige einen Apéro für die erwarteten über 1500 Personen vorbereiten. Gleichzeitig beginnt auf dem Bahnhofplatz der Aufbau der eleganten 60 Meter langen Tafel, der Station für die Essensausgabe, einer Bar und weiterer Infrastruktur. Ab 16 Uhr öffnet die Bar, erste Häppchen werden serviert und das Festessen kann beginnen. Das mehrgängige Foodsave-Menü kommt ab 17 Uhr auf die langen Tische, garniert von weltmusikalischen Klängen der Berner Neofolk-Combo «Colibri». Abgeschlossen wird der Abend mit einer Erntedank-Feier um 20.30 Uhr in der Heiliggeistkirche.

Während der Woche vom 20. Bis 24. September bieten in Bern auch zehn Gastrobetriebe auf ihrer Menükarte mindestens ein Foodsave-Menü an. Beliefert werden die Betriebe vom «gmüesgarte», jenem Geschäft mitten in Bern, das Produkte von Bauernbetrieben in der Region bezieht, die sonst entsorgt würden.

Die ersten Aktivitäten beginnen bereits am Wochenende vom 18./19. September. Dann hängen Freiwillige 88'000 symbolische Tausendernoten an langen Schnüren zwischen die Heiliggeistkirche und den Baldachin auf dem Bahnhofplatz. Sie zeigen, auf welchen Wert sich der Food Waste in den Stadtberner Haushalten pro Jahr aufsummiert: Für 88 Millionen Franken werden in der Bundesstadt jedes Jahr Lebensmittel weggeschmissen. Dabei sind die Verluste in der Landwirtschaft, dem Transport, der Verarbeitung, der Lagerung, den Grossverteilern, dem Detailhandel und den Gastrobetrieben noch gar nicht mitgerechnet. Plakate werden schelmisch darauf hinweisen, was mit diesen 88 Millionen Franken alles bezahlt werden könnte.

www.foodsave-bankette.ch

Flyer Foodsave-Bankett Bern

www.offene-kirche.ch

7. September 2021
erstellt von Kommunikation
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