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Mädchen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie entdecken vergessene Orte in der Waldau-Kapelle. (Foto: Stefan Maurer)

Orte zu neuem Leben erwecken

Kinder und Jugendliche in der Psychiatrie leiden oft unter Vorurteilen. Mit einem künstlerischen Projekt auf dem Areal der Waldau gewinnen sie Selbstvertrauen und ein Stück Normalität.

Das Areal der Waldau in Bern ist ein geschichtsträchtiger Ort. Die Ursprünge der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) gehen bis ins späte Mittelalter zurück. Dazu gehört zum Beispiel auch die historische "Siechenkapelle". Eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern um Fotograf Stefan Maurer erforscht nun das Areal gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen von der lokalen Klinikschule der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Sie erkunden gemeinsam interessante und vergessene Orte auf dem Gelände. Sie bespielen diese Plätze mit Witz und Kreativität und erwecken sie dabei zu neuem Leben. Dabei gewinnen sie an Souveränität und nehmen auf frische Art am gesellschaftlichen Leben teil. Ihre visuellen, klanglichen und körperlichen Zugänge zu den verschiedenen Ecken und Bereichen werden in kurzen Filmen und Fotoserien inszeniert und dokumentiert. Das von der römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung finanziell unterstützte diakonische Projekt schafft neue Perspektiven in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und ungewohnte Bilder von heutiger Psychiatrie. Auch das ist eine Kunst.

Webseite von Projektleiter und Fotograf Stefan Maurer: www.maust.ch

17. Mai 2018
erstellt von Kommunikationsstelle
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