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Religionsunterricht wie weiter:

In den letzten Wochen sind wir mit den Gedanken beschäftigt, wie wir angesichts der aussergewöhnlichen Situation unseren Alltag kurzfristig, ja jeden Tag etwas neu, gestalten müssen und sollen. Als Familien sind Sie da besonders herausgefordert.
Nach den vom Bundesrat verfügten ersten Lockerungen kommt nun der Zeitpunkt, an dem wir etwas in die Zukunft schauen können.
Schritt für Schritt und mit Vorsicht, doch mit der einen oder anderen Änderung im Privaten und Beruflichen. Auch als Kirche stehen wir natürlich nicht ausserhalb dieses Geschehens.

Im Katecheseteam und nach Absprache mit der Leitung unserer beiden Pfarreien haben wir beschlossen, dass bis zu den Sommerferien kein Religionsunterricht mehr in der gewohnten Form durchgeführt werden wird.
Unser Entscheid beruht auf Argumentationen praktischer Art, also der Umsetzbarkeit der Hygienemassnahmen, einem allfälligen Schutzkonzept, dem für einige Familien längerem Anreiseweg und dem Projektunterricht in grösseren Gruppen, welcher Anfang Juni stattfinden sollte.

Dabei liegt unser Fokus nicht auf dem Ende des so abrupt veränderten Schuljahres, sondern stärker auf der Freude eines hoffentlich unbeschwerten Neubeginns und eines tollen Wiedersehens im August, welches dann in generationenverbindenden Projekten zum Ausdruck kommen soll. 

Zum Auftrag statt des Religionsunterrichts:

Gemeinsam mit der Sozialarbeiterin, Frau Andrea Sigrist, starten wir eine Aktion, um eine Idee unter dem Motto «Zäme si ohni üs z’träffe» zu unterstützen.
Die Schüler*innen der 1. bis 6. Klasse haben den Auftrag bekommen, für einsame Menschen in unseren Pfarreien Zeichnungen, Gedanken, Geschichten, zu gestalten, zu schreiben…

Die Oberstufenschüler*innen sind aufgerufen, wie bei dem Spiel Story-Cubes, eine Phantasiereise mit uns zu teilen, entweder schriftlich oder in Form eines kleinen Filmes mit dem Handy.
Die Lernavanti Kinder, Jubla und MinistrantInnengruppen schliessen sind dieser Aktion gerne an.
Die Firmlinge beschreiben Strategien, wie sie in dieser schweren Zeit der Isolation, vielleicht auch Mehrbelastung, mit dieser ungewohnten Lage umzugehen versuchen. Die Oberminis haben innerhalb der Minigruppe begonnen Briefwechsel mit Tipps gegen Langeweile zu versenden.
Diese Ergebnisse werden während zwei Wochen ab Mitte August bis zur ersten der beiden Erstkommunionen sichtbar/ hörbar gemacht.

Ab Anfang Juni wird die Informations-Broschüre zum Religionsunterricht für das neue Schuljahr sowie das Anmeldeformular per Post verschickt. Natürlich sind zusätzlich ab diesem Zeitpunkt alle Informationen und die Onlineanmeldung für den Religionsunterricht auf unserer Homepage aufgeschaltet. An dieser Stelle bitte ich Sie, allfällige Adressänderungen direkt an mich oder an das Sekretariat zu melden.

Bei Fragen jeglicher Art stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wir wünschen Allen viel Gelassenheit, Geduld und Gesundheit und hoffen, dass wir mit viel Freude im August gemeinsam weitergehen können.
Kathrin Ritler und das Katecheseteam Bern West

 

 

17. Mai 2020