News

Spielerisch den Kirchen auf der Spur

Wer sucht, der findet ... mehr als gedacht. Bei einer spannenden Schatzsuche den Kirchen im Naturpark Gantrisch auf der Spur. Mit Geocaching findet man nicht nur besondere Orte, sondern auch atemberaubende Aussichten und herzige Geschichten rund um die Kirchen. Ein idealer Ferienausflug für Familien mit Kindern. 

"Ig has gfunde!" Aufgeregt unterbrechen alle kleinen und grossen Beteiligten ihre Suche und kommen schnell zusammen. Wir setzen uns auf den Boden und öffnen die kleine Plastik-Box. Wir haben den "Schatz" gefunden. Darin befinden sich Stift, Schreibblock und Pflaster. Während wir durch das kleine Heft blättern, stellen wir fest, dass sich alle Finder der Box darin verewigt haben. Also tun wir dasselbe. Nachdem wir Funddatum und Namen eingetragen haben, schliessen wir die Box und legen sie an den Fundort zurück. Dann ist es auch schon vorbei. Unser erster Cache und somit der erste Höhepunkt des Geocache-Abenteuers.

Im Naturpark Gantrisch unterwegs

Gepackt vom Schatzsuche-Fieber suchen wir nun Box um Box. Die Jagd nach den kleinen Kistchen entwickelt sich zu einer wunderschönen Wanderung rund um das Gantrisch-Gebiet. Dank der Geocaching-App können wir die gut versteckten Schatzkisten einfach orten und den Weg zu ihnen finden. Dabei durchlaufen wir Gebiete, die wir bei einer einfachen Wanderung kaum entdeckt hätten. Es braucht etwas Mut, vom Weg abzukommen und einfach durch das Gebüsch zu gehen. Doch man wird nicht nur mit einer Schatzkiste belohnt, sondern auch mit einem exklusiven Blick auf den Naturpark Gantrisch.

In den sogenannten Caches finden sich unterschiedliche Inhalte. Auf unserer Suche stossen wir auf kleine Rätsel, Geschicklichkeitsspiele, Fotos, Schreibutensilien und gar kurze Briefe. Jede Box enthält eine andere Überraschung. Oft kann man auch etwas aus der Box mitnehmen oder eine Kleinigkeit für die nächsten Finder dalassen. Das wichtigste dabei, dass man nach dem Öffnen die Box an dieselbe Stelle zurücklegt - die Koordinaten müssen stimmen. Dadurch ist es möglich, dass hunderte von Schatzjägerinnen und -jäger sich ebenfalls daran erfreuen können.

Kleine Kirchen-Kulturgeschichte

Seit einiger Zeit sind auch Caches mit Kirchengeschichten im Naturpark Gantrisch zu finden. Rolf Friedli von der Fachstelle Kinder und Jugend der Katholischen Kirche Region Bern hat sie versteckt. Zusammen mit den lokalen Kirchen fand er geheime Stellen und spannende Ecken, um weitere Caches zu legen. 16 dieser speziellen Kistchen gibts mittlerweile von Albigen bis Zimmerwald und von Köniz über Gurzelen bis zum Schwarzsee. Auch hier sucht man die gut versteckten Boxen, erfreut sich am Inhalt und legt diese wieder zurück. Speziell ist aber, dass in der Beschreibung eine kurze Geschichte der nahen Kirche und des umliegenden Gebiets erzählt wird. Unterstützt wird das Projekt von den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, der kirchlichen Arbeitsgruppe Gantrisch und vom Naturpark selber. Im Städtedreieck Bern - Thun - Freiburg erreicht man in kürzester Zeit endlose Wälder, ursprüngliche Wiesen und tiefe Canyons: Hier lassen sich Tiere beobachten, Mutproben bestehen, regionale Spezialitäten geniessen und atemberaubende Aussichten geniessen.

Und eine neue Suche beginnt

Auch wir stossen während unserer spielerischen Pirsch auf eine Kirchengeschichte. Auf dem Rüschegghügel suchen wir die Box "Vom Gantrisch bis zum Jura". Nachdem wir fündig geworden sind, setzen wir uns einige Minuten, um das idyllische Panorama zu betrachten. Ein Gefühl der Ruhe steigt in mir auf. Ich bin dankbar für die schöne Aussicht und dafür, dass wir in einem solch schönen und natürlichen Land leben.

Nach einem Moment der Ruhe holt mich die Stimme meiner Schwester aus meinen Gedanken. Sie liest eine kurze Geschichte aus der Box vor. Sie erzählt uns von der Entstehung der Kirche, deren Besonderheiten und über die arme Bevölkerung, die im 19. Jahrhundert hier lebte. Wir verweilen einige Zeit auf dem Hügel und versuchen uns genau zu situieren. Wo liegt die Stadt Bern? Und wo ist eigentlich das Stockhorn? Noch ein letztes Mal die Augen schliessen, einen tiefen Atemzug nehmen, bevor ich mich wieder aufrapple. Wir suchen uns auf der App ein neues Ziel und machen uns auf den Weg.

Sandra Vazquez

www.projektezaubern.ch

19. Juni 2019
erstellt von Kommunikationsstelle
  • Veranstaltungen
  • Brennpunkte
  • Bildung
  • Soziales