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Anstossen aufs Umweltzertifikat des Grünen Güggels - natürlich mit einem Glas Wasser vom Hahnen, ohne PET-Flasche mit langen Transportwegen. (Foto: Carolina Piasecki)

Das Haus der Begegnung an der Berner Mittelstrasse. Hier sind Fachstellen und Pastoralraumleitung Region Bern zuhause. Nun ist das Gebäude mit dem Umweltzertifikat "Grüner Güggel" ausgezeichnet.

Die Ziele fürs Umweltmanagement als Früchte eines Baums, gemeinsam erarbeitet vom Team mit Mitarbeitenden der Kirchengebäude am Frohbergweg und der Mittelstrasse.

Der Eingang zur kirchlichen Verwaltung am Frohbergweg und das hauseigene Elektromobil der Gesamtkirchgemeinde - ausgezeichnet mit dem Grünen Güggel fürs Umweltmanagement

Mit einer Vesper im Ökumenischen Zentrum Ittigen wurde die Zertifizierung der katholischen Berner Verwaltungsgebäude mit dem Grünen Güggel gefeiert.

Vroni Peterhans aus Niederrohrdorf ist Bäuerin und Katechetin. Als Präsidentin von "oeku - Kirchen für die Umwelt" überreichte sie der Katholischen Kirche Region Bern das Zertifikat "Grüner Güggel" für die erfolgreiche Arbeit mit dem Umweltmanagementsystem. (Foto: Thomas Uhland)

Ein Prost auf den Grünen Güggel!

Die Verwaltungsgebäude der Berner Katholiken in der Länggasse werden mit dem kirchlichen Umweltzertifikat «Grüner Güggel» ausgezeichnet. Ein Umweltbericht zeigt das Nachhaltigkeitsprogramm der Kirchenverwaltung bis 2025 – vom Ökostrom bis zur nachhaltigen Beschaffung und CO2-Emissionsreduktion.

Von Franz von Assisi komme die Inspiration, Papst Franziskus zeige die Visionen für heute und der ehemalige Kirchenparlamentarier Franz Stadelmann habe das Projekt angestossen. Diesen drei «Franzen» dankte Karl-Martin Wyss an der Feier zur Überreichung des «Grünen Güggels» vom Donnerstagabend im Ökumenischen Zentrum Ittigen besonders. Als Präsident des Kleinen Kirchenrates betonte er, dass mit der Zertifizierung der Verwaltungsgebäude und dem Umweltbericht die Arbeit erst recht beginne.

Während anderthalb Jahren hatte ein Umweltteam mit fachlicher Beratung den Betrieb der Verwaltungsgebäude der Katholischen Kirche Region Bern unter die Lupe genommen. Diese Arbeit mit dem Umweltmanagementsystem «Grüner Güggel» wurde jetzt ausgezeichnet. Das Öko-Zertifikat hilft in der ganzen Schweiz Kirchgemeinden bei der Verbesserung ihrer Umweltleistung. Es dient der Optimierung des Ressourcenverbrauchs, spart Betriebskosten und wirkt langfristig und motivierend im Sinne der «Schöpfungsverantwortung», die auch den Berner Katholiken ein grosses Anliegen ist.

Am Frohbergweg und im Haus der Begegnung

Im Haus der Begegnung des Pastoralraums an der Mittelstrasse und in der Verwaltung der Gesamtkirchgemeinde am Frohbergweg laufen die Fäden der Katholischen Kirche Region Bern zusammen, die insgesamt über 60'000 Mitglieder zählt. Hier befinden sich die zentralen Büros und pastoralen Fachstellen für die 15 katholischen Pfarreien und Missionen der Region Bern. Mit dem «Grünen Güggel» wird nun der ökologische Fussabdruck des Betriebs dieser Liegenschaften optimiert.

Für die katholischen Verwaltungsgebäude wurde zudem ein Umweltprogramm mit praktischen Handlungsfeldern bis 2025 entwickelt: Sorgfältiger und sparsamer Umgang mit Strom, Wärmeenergie, Wasser, Papier- oder Gasverbrauch. Geplant ist der Einsatz von Wärmepumpen, die Reduktion von Abfall, die Veloförderung und eine ökologischere Gestaltung der Aussenräume. Neben Bereichen wie Mobilität oder der Verwendung umweltfreundlicher Materialien gehören auch ökologische Bildung und spirituelle Fragen dazu. Die Sorge um die Welt als gemeinsames Haus kommt stark zum Ausdruck. «Schöpfungsverantwortung beginnt im Alltag» heisst die Aufforderung im Titel des Umweltberichtes.

Karl Johannes Rechsteiner

Download Umweltbericht 2021-2025

 

Die Liegenschaften Mittelstrasse 6a und Frohbergweg 4 im der Länggasse

In diesen zwei Gebäuden konzentriert sich eher unscheinbar die Katholische Kirche der Region Bern. Hier stehen allerdings nicht Kirchtürme oder Pfarreizentren wie vielerorts in Stadt und Agglomeration Bern verteilt. Hier sind die Büros, Fachstellen und Verwaltung daheim. Im Haus der Begegnung des Pastoralraums und in der Verwaltung der Gesamtkirchgemeinde am Frohbergweg laufen die Fäden des dualen Systems zusammen.

Auf staatskirchenrechtlicher Ebene sind die Kirchgemeinden in der römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung zusammengeschlossen. In der Seelsorge sind die Pfarreien und Missionen der Region im gemeinsamen Pastoralraum Region Bern miteinander verbunden. So gehören zur Katholischen Kirche Region Bern insgesamt 15 Pfarreien und Missionen mit über 60'000 Mitgliedern - das sind mehr Menschen als in Biel leben, der zweitgrössten Stadt des Kantons Bern.

Um die gemeinsamen Aufgaben und die Verwaltung der Kirchgemeinden zu leisten, sind Dutzende von Angestellten vonnöten, die etliche Büros in den beiden nahe beieinander liegenden Liegenschaften in Bern nutzen. In den Räumen ist ein breites Themen-Spektrum zuhause, vom Studierenden-Logishaus im Frohberg bis zur Beratungsstelle für Ehe, Partnerschaft und Familie; von der Informatikzentrale und der Buchhaltung bis zum Spielmaterialverleih oder der Kommunikationsstelle der katholischen Kirche im Kanton Bern.

Wo so viele Leute arbeiten und täglich wirken, entsteht auch ein ökologischer Fussabdruck, an dem dank dem Umweltmanagement "Grüner Güggel" seit 2020 intensiv gearbeitet wird. Unter dem Titel "Die Katholische Kirche Region Bern nimmt die Schöpfungsverantwortung wahr" stimmte 2017 der Grosse Kirchenrat, das katholische Kirchenparlament der Region Bern, einem Postulat von Franz Stadelmann zu. Das verstärkte die Schöpfungsbewahrung als wichtiges Kirchenthema. Das entspricht auch dem dringlichen Aufruf zum achtsamen Umgang mit den Lebensgrundlagen, den Papst Franziskus in "Laudate si" formuliert hat. Diese Enzyklika trägt den Untertitel "Über die Sorge für das gemeinsame Haus".

1. September 2021
erstellt von Kommunikation