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Der Tanz ums Goldene Kalb im Exodus-Theater des Theaterensembles Johannes im Berner Nordquartier - unterstützt vom Diakoniefonds der Katholischen Kirche Region Bern.

Ein gemeinsamer Ausflug, miteinander Sport treiben, zusammen Essen - das Projekt "zäme läbe - zäme usflüge" fördert in Worb menschliche Tandems als Beitrag zur Integration, unterstützt vom Diakoniefonds.

Vielfältiges Engagement

Seit zehn Jahren unterstützt die Katholische Kirche Region Bern vielfältige soziale Projekte mit einem eigenen Fonds. 2019 wurden 16 von 25 eingereichten Anträgen mit insgesamt rund 175'000 Franken bewilligt.

Einheimische laden eine Migrantin oder einen Migranten zu einem Ausflug ein, zu einer kulturellen Veranstaltung, gemeinsamem Sport oder zum Essen. Dabei lernen sich Menschen kennen und finden gemeinsame Anknüpfungspunkte. Das Projekt "zäme läbe - zäme usflüge" fördert in Worb, Rüfenacht und Vechigen menschliche Tandems als Beitrag zur Integration. Eine wichtige Unterstützung dafür kommt vom katholischen Diakonie-Fonds.

Zweites Beispiel: Im Frühling 2020 finden im Berner Tscharnergut Theaterwochen für Kinder statt. Das Schlachthaus-Theater geht hinaus ins Quartier und bringt zeitgenössisches Theater zum Anschauen und Projekte zum Mitmachen für alle auf ungewöhnliche Bühnen. Mit Lebensfreude und Begeisterung wird die Welt in Bern-West neu bespielt. Unterstützung dafür kommt vom katholischen Diakonie-Fonds.

Drittes Beispiel: 031 533 03 03 heisst die neue zentrale Telefonnummer der Frauenhäuser im Kanton Bern. Die neue Hotline AppElle sorgt seit dem 1. November 2019 für mehr Sicherheit von gewaltbetroffenen Frauen und Kindern. Bisher waren die Frauenhäuser nicht durchwegs erreichbar. Nun stehen auch in akuten Notsituationen spezialisierte Fachberaterinnen bei häuslicher Gewalt unbürokratisch und unentgeltlich Beratung, Schutz und Unterkunft an. Eine wichtige Unterstützung dafür kommt vom katholischen Diakonie-Fonds.

Die hier kurz beschriebenen Projekte sind drei Beispiele aus den 16 Anträgen, welche die Kommission des Fonds für diakonische und pastorale Projekte der Katholischen Kirche Region Bern im vergangenen Jahr 2019 bewilligt hat. Neun Projekte rein kultureller Natur oder ohne Berner Bezug oder sozialen Hintergrund wurden gleichzeitig abgelehnt. «Die Vielfalt der unterstützten Engagements ist bunt und gross», freut sich Ruedi Heim, der Leitende Priester des Pastoralraums Region Bern, ein Mitglied der zuständigen Kommission.

Solidarische Tätigkeit stärken

Einige der geförderten Projekte haben einen direkten Bezug zur Katholischen Kirche Region. Dazu gehören etwa die Videos aus dem Lernavanti-Projekt in den Pfarreien von Bern-West, welche Schülerinnen und Schüler beim Training von Grundfertigkeiten unterstützen und so auch bisherige «Versager» in ihrem Selbstbewusstsein stärken. Andere Programme finden in Zusammenarbeit mit engagierten Menschen aus den Berner Kirchen statt.

Diakonie als der kirchliche Begriff fürs soziale Engagement und Pastoral als Bezug zum Pfarreileben und den seelsorgerlichen Alltag der Menschen prägen natürlich die Kriterien für die Vergabe aus dem Fonds für diakonische und pastorale Projekte. Das Merkblatt über die Förderschwerpunkte weist darauf hin, welche Anliegen mit den Geldern des Fonds unterstützt werden:

1. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im weitesten Sinne fördern und realisieren. Dazu gehören Projekte in den Bereichen Armutsbekämpfung, Arbeit, Integration, Kultur und Bildung.

2. Solidarität, Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit, Frieden und ökologisches Handeln stärken, vorrangig im Gebiet der Katholischen Kirche Region Bern.

3. Benachteiligungen jeglicher Art überwinden und nachhaltig beseitigen helfen.

Wenn auf manchen Prospekten oder Webseiten bei den Unterstützern das Logo der Katholischen Kirche Region Bern aufgeführt ist, weist das oft auf einen Beitrag des Fonds hin. Denn oft ist die Mitfinanzierung durch diesen Finanzierungstopf entscheidend dafür, dass eine Idee überhaupt umgesetzt werden kann.

Entscheidende Finanzhilfe

So konnte etwa mit dieser bern-katholischen Fonds-Hilfe Paxion die Aufbauarbeit beginnen. In dieser Organisation mit Sitz in Bern geht es um psychosozialen Support von Geflüchteten für Geflüchtete. Menschen, die aus Kriegsgebieten oder auf lebensgefährlichen Wegen in die Schweiz geflohen sind, tragen vielfach traumatische Erfahrungen mit sich. Paxion hilft mit Bildung, Beratung und Selbsthilfe, dass Menschen mit diesen Geschichten und Prägungen umgehen lernen.

Der Diakonie-Fonds ist nur ein Puzzle-Stein im umfangreichen sozialen Engagement der Katholischen Kirche Region Bern, zu dem auch die Sozialberatungs-Stellen in allen Pfarreien und Missionen der Region gehören. Jedes Jahr werden zudem etwa zwei Dutzend ausgewählte Entwicklungsprojekte weltweit gefördert. Insgesamt ist der Sozialbereich mit über 7 Millionen Franken der grösste Posten im 26-Millionen-Budget der Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung.

Link zum Fonds für diakonische und pastorale Projekte

17. Januar 2020
erstellt von Karl Johannes Rechsteiner
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