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Warum düet dir so fröhlech - Patrik Böhler

Martin Luther hat einmal gesagt: „Ein Christ soll ein fröhlicher Mensch sein.“ 

Friedich Nietzsche hat gespottet: "Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere 

Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte." Mani Matter hat gesungen: „Warum sid ihr so truurig“! …und hielt uns den Spiegel vor. 

Seit dem ist schon viel Wasser die Aare geflossen und heute scheinen „smiling faces sometimes“ in Mode. Wir haben es gelernt: Mit lächelndem Gesicht an Vorstellungsgesprächen aufzutreten, in Talentshows freundlich dreinzuschauen um Punkte zu ergattern.  Auch  wenn es „schitterer als bewölkt“ aussieht, zu Hause, mit der Freundin, am Arbeitsplatz, der Zukunft ganz allgemein ringen wir uns noch ein Lächeln ab, wenn wir mit Nachbar sprechen. 

Von dem singen zwei junge Rapper. Im Song „Warum düet dir so fröhlech“ wird die heutige Welt gespiegelt und darin die Befindlichkeit der heutigen Menschen, die in einer Wohlfühldepression verhaftet sind. Wie Parkanlagen geputzt aber leblos, wie Einfamilienhäuser schön standardisiert aber unnatürlich, wie Einkaufscenter klinisch sauber aber tot, wie Ferienprospekte auf Paradies getrimmt aber langweilig – so ist diese Befindlichkeit. Von aussen gesehen glücklich, innen aber ganz betrübt, Äusserlich freundlich und innerlich gewalttätig, äusserlich „fit und zwäg“, innerlich aber müde.  

Authentizität ist schwierig zu leben. Eigentlich haben es uns schon einige vorgelebt. Und Jesus selbst hat uns genau dazu erlöst! Uns zu sein!  

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24. Januar 2012