Monatslied Dezember

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Monatslied für Dezember 2025: ru+ 026 «Gross sein lässt meine Seele den Herrn»

Das Lied ist eine poetische Umsetzung des «Magnificat», also jenes Hymnus, den Maria anstimmt, als sie wenige Tage nach der Verkündigung durch den Erzengel Gabriel ihre Cousine Elisabet besucht, die mit Johannes dem Täufer im 6. Monat schwanger ist, und von ihr mit den Worten begrüsst wird: «Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen liess.» (Lk 1,39-45)
Martin Schraufstetter (*1961) komponierte das Lied bereits 1984 während seines Theologiestudiums in Eichstätt, als er im dortigen Juniorat bei den Kapuzinern war. Die jungen Kapuziner gestalteten damals regelmässig im Kloster eine Jugendvesper und waren immer auf der Suche nach neuen Liedern zum Magnifikat.  So entstand "Gross sein" als eines der ersten seiner geistlichen Lieder zur Gitarre, wurde in der Jugendvesper verwendet und verbreitete sich über die Studentinnen und Studenten, die an der Jugendvesper teilnahmen, über den ganzen deutschen Sprachraum. Inzwischen gibt es mehr als 100 geistliche Lieder von Martin Schraufstetter, aber "Groß sein" ist sicher das verbreitetste und am meisten abgedruckte seiner Lieder.

In fünf Strophen ohne Reimschema wird Marias Lobgesang ausgebreitet, jeweils eingeleitet mit dem Kernsatz als Refrain: «Gross sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Retter. Gross sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Heil.»

Orgelversion

Band/Solo

 

Ref.: Groß sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Retter.
Groß sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Heil.

 

1) Laut rühmt meine Seele Gottes Macht und Herrlichkeit,
und mein Geist frohlockt in meinem Retter und Herrn.
Denn sein Auge hat geschaut auf seine kleine Magd.
Und nun singen alle Völker mit mir im Chor.

2) Denn der Starke hat Gewaltiges an mir getan,
und sein Name leuchtet auf in herrlichem Glanz.
Er gießt sein Erbarmen aus durch alle Erdenzeit
über jeden, der im Herzen Vater ihn nennt.

3) Große Taten führt er aus mit seinem starken Arm.
Menschen voller Stolz und Hochmut treibt er davon.
Die die Macht missbrauchen, stößt er hart von ihrem Thron
und erhebt, die niedrig sind und arm in der Welt.

4) Hungernde lädt er zum Mahle ein an seinen Tisch,
doch mit leeren Händen schickt er Reiche nach Haus.
Seines Volkes Israel nimmt gütig er sich an,
wie er Abraham und allen Vätern verhieß.

5) Ehre sei dem Vater, der uns einlädt in sein Reich,
Ehre sei dem Sohne, der die Liebe uns zeigt.
Ehre sei dem Geiste, der die Einheit uns verleiht,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit.

 

Text: Martin Schraufstetter nach Lukas 1,46-55

Melodie: Martin Schraufstetter 1984 (*1961)

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