Dankbar angekommen. Foto: Weigand / photocase.de

3. September, 08.35

Von zu Hause marschiere ich Richtung Inselspital. Erster Arbeitstag! Nach längerer Ferienzeit freue ich mich nun auf die neue berufliche Herausforderung, auf meine Arbeitskolleg*innen und auf interessante Begegnungen. Viele Fragen, «was das Neue bringen mag», vermischen sich mit Gedanken an den «alten» Arbeitsort. Künftiges vermischt sich mit Vergangenem. Auf dem Inselareal angekommen – eine Ambulanz fährt gerade vor – erinnere ich mich! Vor 20 Jahren, auf den Tag genau, wurde ich ebenfalls in einer Ambulanz ins Inselspital gefahren. Ein längerer Spitalaufenthalt folgte. Ob Pflegende, Therapeuten oder Ärzte, welche mir damals so geholfen haben und denen ich noch heute so dankbar bin, noch hier arbeiten? Vielleicht erhalte ich nun die Gelegenheit, mich (nach so vielen Jahren) persönlich bei Einzelnen zu bedanken! Ich frage mich, ob sich die vielen Angestellten, welche täglich in die Insel strömen, bewusst sind, wie viel Dankbarkeit (oft unausgesprochen) sie durch ihre Arbeit verursachen. Gedanken über Gedanken. Oben, bei den beiden Kapellen stehe ich nun und fühle mich für meinen ersten Arbeitstag bereit. Ich bin angekommen – irgendwie, so mein Gefühl! Und ich freue mich sehr darüber.

Patrick Schafer, Spitalseelsorger

Die Gedanken aus der Spitalseelsorge im Überblick

3. Oktober 2018
erstellt von «pfarrblatt» 41-42
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