Magdalenenkirche in Brügge. Foto: nlwandel.nl

«Alles gut?»

So heisst die Ausstellung von Jaap de Wachter in der Magdalenenkirche in Brügge. Diese Kirche bietet jetzt mit ihren Kunstprojekten öffentlichen Raum für die Menschen und die Berührung mit dem, was sie nährt und angeht.

Während einer europäischen Seelsorge-Netzwerktagung im Juni führten uns die belgischen Kollegen dorthin. In der Mitte des grossen Kirchenraumes, frei von Bänken und Stühlen, ist eine Wasserfläche installiert mit einer «Humana» genannten Figur.
Die Ausstellung führt vom Eingangsbereich bis in den Chorraum und schliesslich seitlich in eine Kapelle. Von hinten bereits, über das Wasser blickend, ist zentral im Chor in einem Bilderrahmen schemenhaft eine Gestalt von Kopf bis zu den Hüften mit ausgebreiteten Armen zu erkennen. Aus der Nähe erweist sie sich als eine Röntgenaufnahme.
Genauer betrachtet und zusammen mit dem Informationsblatt wird klar, dass diese Aufnahme einen lebensbedrohlichen Befund und Spuren diverser Eingriffe zeigt. Und es ist der Künstler selber, den sie abbildet. Er nennt das Bild «Ecce Homo». Der Weg mündet in die Kapelle mit der Madonna der Zärtlichkeit. Ihre Gestalt erinnert an eine Ikone. Warmes Gelb leuchtet um die honigfarbene Madonna zu den Ruhe- und Trostsuchenden und nimmt sie auf.

Ingrid Zürcher, ref. Seelsorgerin


Die Kolumne der Inselspitalseelsorge im Überblick

5. September 2018
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 37-38
  • Pfarrblatt / Angelus
  • Spirituelles