Handauflegen in der Bieler Kirche Bruder Klaus. Foto: Niklaus Baschung

ALLES LIEGT IN GOTTES HAND

AM HEILABEND IN DER KIRCHE BRUDER KLAUS SIND ALLE MENSCHEN WILLKOMMEN, DIE STÄRKUNG BENÖTIGEN

Als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei blinde Menschen, sie schrien und sagten: „Hab' Erbarmen mit uns, Nachkomme Davids.“ Als er in das Haus ging, kamen die Blinden zu ihm. Da sagt Jesus zu ihnen: „Vertraut ihr mir, dass ich das tun kann?“ Sie antworteten: „Ja, wir vertrauen dir.“ Jesus berührte nun ihre Augen mit den Worten: „Es soll euch geschehen, worauf ihr vertraut habt.“ Da öffnete Gott ihre Augen. Und Jesus schärfte ihnen ein: „Seht zu, dass niemand es erfährt.“ Doch sie zogen los und verbreiteten seinen Ruf in der ganzen Gegend. (Matthäus 9, 27-31, Bibel in gerechter Sprache)

Mit dem Vorlesen dieser Bibelstelle beginnt der Heilabend in der Kirche Bruder Klaus. Für Seelsorger Felix Weder, der in den Abend einführt, sind drei Aussagen in diesem Text wichtig. Zum einen wenden sich die Blinden als Gemeinschaft und nicht als Einzelpersonen an Jesus. Zentral sind dann die Frage von Jesus nach dem Vertrauen und die entsprechende Antwort der Heilsuchenden. Anders ausgedrückt, ist eine glaubende, sich öffnende Haltung die Voraussetzung für ein Wirken Gottes. Denn drittens, und darum geht es: Laut der Bibelstelle öffnet Gott selber die Augen der beiden Blinden. Kein Vermittler wirkt hier, auch nicht Jesus.

Viermal pro Jahr bietet Felix Weder zusammen mit Hannah Breitenstein, Emma Otero und Christiane Stefani in der Kirche Bruder Klaus einen Heilabend an. „Wir geben keine Diagnosen ab und machen keine Heilsversprechungen“ , erklärt er, „was passiert liegt in Gottes Hand. Die Händeauflegenden sind nur der Kanal für die göttliche Kraft und Energie. Wir öffnen uns für das, was möglich ist.“

Ihn haben schon als Kind die Wunderbeschreibungen in der Bibel fasziniert. Später hat er durch Erfahrungen in der Seelsorge das Bedürfnis mancher kranker Menschen kennengelernt, dass ihnen die Hände aufgelegt werden. Die Empfänger und Empfängerinnen benötigen eine Offenheit, auf ihren Körper zu hören und wahrzunehmen, was passiert.

„Wir fragen am Heilabend, ob ein bestimmtes Anliegen besteht und die Heilsuchenden können selber entscheiden, ob wir auf Distanz oder am Körper die Hände auflegen.“ Dabei könnten Wärme, Kälte (etwa bei Entzündungen) empfunden werden, oder ein Kribbeln, Licht wird gesehen, Farben; die Spannung geht aus dem Körper; das Gefühl entsteht, einen Schutzmantel umgelegt zu bekommen. Am Heilabend sind für Felix Weder alle willkommen, die eine Stärkung wollen.

Niklaus Baschung

Info: Der nächste Heilabend findet statt am Freitag, 23. November 17.00, Kirche Bruder Klaus

29. Oktober 2018
erstellt von angelus
  • Pfarrblatt / Angelus