Die Bischöfe der Welt versuchen an einer Versammlung im nächsten Jahr zu ergründen, wie sie Jugendliche verstehen könnten. Foto: sïanaïs / photocase.de

Bei der Jugend wird als erstes gekürzt

Wenn die Jugend als wichtige Zielgruppe der Kirche bezeichnet werde, seien das oft nicht viel mehr als «Lippenbekenntnisse», so Viktor Diethelm, Leiter der Deutschschweizer Fachstelle für offene kirchliche Jugendarbeit (OKJ) im Gespräch mit kath.ch.

Harte Worte, werden doch gerade mit der Jugendsynode 2018 Fragen rund um Jugendliche in der Kirche neu aufgegleist. Jugendliche sollen wieder stärker in die Kirche miteinbezogen werden, das formuliert die Synode unter anderem in ihrem Einführungsdokument.
In der Realität sei die Jugendarbeit aber am Schrumpfen. In vielen Pfarreien verstehe man unter Jugendarbeit gerade noch die Jugendgottesdienste, so Priska Filliger Koller von der Fachstelle Kirchliche Jugendarbeit im Bistum St. Gallen (Daju).

Wegen Kosten- und Personalgründen werde weggespart; so komme auch die Jugendarbeit auf freiwilliger Basis wegen zu hohem Aufwand zu kurz. Viktor Diethelm plädiert für einen Kurswechsel der Kirche in Jugendfragen. Es müssten Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, damit Jugendliche «ihre» Kirche entwickeln könnten. Man dürfe die Jugendlichen nicht einfach dazu bringen wollen, «unsere» Kirche weiterzuführen.
Man müsse mit ihnen zusammen die Kirche der Zukunft entwerfen, und für das müsse man zuerst wissen, was sie von der Kirche brauchen.

sch/kath.ch

 

Die XV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode wird im Oktober 2018 unter dem Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“ im Vatikan stattfinden. Auf der Homepage der Veranstaltung finden Sie nähere Informationen.
Noch bis zum 30. November 2017 können sich Jugendliche an einer Umfrage beteiligen, hier auch auf Deutsch.
In der Zwischenzeit haben die Bischöfe Europas zur Vorbereitung auf die Synode eine Botschaft veröffentlicht.
Einen guten Hintergrund zum Thema liefert die Deutsche Bischofskonferenz.

4. Oktober 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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