Im grossen Saal der Pfarrei Bruder Klaus stimmt die Synode dem Budget zu. Foto: Niklaus Baschung

CARITAS-LADEN IN BIEL

DIE RÖM.-KATH. LANDESKIRCHE UNTERSTÜTZT DEN AUFBAU EINES CARITAS-LADENS IN BIEL

Künftig sollen Menschen, die von Armut betroffen sind, auch in Biel günstig gesunde Lebensmittel einkaufen können. Die Synode der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Bern hat für den Aufbau eines Caritas-Ladens in Biel einen Beitrag von 100‘000 Franken, verteilt auf die nächsten drei Jahre, bewilligt. Im Laden soll man nicht nur einkaufen können. Er soll auch als Treffpunkt dienen und eng mit weiteren sozialen Angeboten verbunden sein. Vor zweieinhalb Jahren musste der frühere Caritas-Laden, der von der Stiftung GAD getragen wurde, aus finanziellen Gründen schliessen. Falls die Finanzierung nun zustande kommt, soll der neue Laden Anfang Juli eröffnet werden. Es wird ein zentraler Standort in der Stadt Biel gesucht.

Asyl-Seelsorge

Die Römisch-katholische Landeskirche beteiligt sich ab 2019 an einem ökumenischen Seelsorgedienst im Bundeszentrum Kappelen-Lyss. Dies allerdings unter der Auflage, dass die tatsächlichen Bedürfnisse regelmässig beurteilt und auf die Anzahl von Asylsuchenden im Zentrum abgestimmt werden. Die Landeskirche beteiligt sich bereits an einer Seelsorgestelle im Bundeszentrum Bern.

Betreuung für Kinder mit Behinderung

Anders als in der Vergangenheit besuchen heute viele Kinder mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung Regelklassen der Volksschule. Entsprechend erhalten sie auch Religionsunterricht im normalen Rahmen einer Pfarrei. Diese Kinder haben teilweise einen höheren Bedarf an Betreuung. Der Heilpädagogische Religionsunterricht HRU will im Rahmen eines Pilotprojekts die angemessene Begleitung sicherstellen und dabei auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder Rücksicht nehmen. Die Synode bewilligte auf die nächsten drei Jahre eine 50-Prozent-Stelle.

Landeskirchengesetz und neue Köpfe

Das neue Landeskirchengesetz des Kantons sieht vor, dass die Seelsorgenden nicht mehr vom Kanton, sondern von den Landeskirchen selber angestellt werden. Dies bedeutet Mehraufwand in der Verwaltung. Die Synode hat deshalb zusätzliche Stellen im Umfang von 130 Stellenprozenten bewilligt.

Auf Ende dieses Jahres tritt der Präsident der Synode der Röm.-kath. Landeskirche, Markus Rusch, nach sechs Jahren zurück. Ab 2019 übernimmt der Stadtberner Michel Conus das Amt; die Synodalen haben ihn einstimmig gewählt. Ebenfalls einstimmig wurde Rudolf Ammann aus Bern in den Synodalrat gewählt.

Das Budget für das kommende Jahr rechnet mit einem Defizit von knapp 75‘000 Franken, dies bei einem Gesamtaufwand von rund 5,9 Millionen Franken. (mgt./nb))

 

 

28. Januar 2019
erstellt von angelus
  • Pfarrblatt / Angelus