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Das Kreuz der Camargue

Historisch weist uns dieses Kreuz zurück in die Zeit der grausamen Hugenottenkriege. Es setzt sich aus drei Symbolen zusammen: dem Kreuz für den Glauben, dem Herz für die Liebe und dem Anker für die Hoffnung. Diese drei gelten seit biblischen Zeiten als Kennzeichen spiritueller und religiöser Identität.

Ein «Aber» sei hier gestattet: aber nur, wenn die drei sich gegenseitig durchdringen. Ohne Liebe und ohne Hoffnung kann Glaube zu dogmatischer «Wahrhaberei» verkommen. Ohne Glaube und Hoffnung steht die Liebe im Verdacht, gefühlsduselig zu werden und sich von emotionalen Streicheleinheiten anderer abhängig zu machen. Und ohne Glaube und Liebe pervertiert Hoffnung rasch zu jener Pille, die uns von einem himmlischen Schlaraffenland träumen lässt, ohne im Jammertal etwas verändern zu wollen.

Eine Hoffnung indes, die tief in den Herzenswünschen und in einer Moral des Vertrauens verankert ist, lässt Menschen auch im Spital zu Persönlichkeiten werden. Zu Personen, die uns ermutigen, das eigene Boot ohne übertriebene Not zu trimmen oder zu ankern.

Pfr. Thomas Wild, ref. Co-Leiter Seelsorge Inselspital


Die Kolumne des Inselspitals im Überblick

8. August 2018
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 33-34
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