Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch 1984 in der Schweiz. Ankunft auf dem Flughafen Genf. Fotos: Edouard Rieben

Johannes Paul II. (Mitte) in den Gängen des ökumenischen Zentrum Kehrsatz, zusammen mit dem damaligen Präsidenten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Pfr. Jean-Pierre Jornod (links), und Pierre Mamie, 1984 Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg (rechts). Foto: Edouard Rieben

Der Papst 2004 in Bern. Hier beim Jugendtreffen im Eisstadion Allmend. Foto: Archiv «pfarrblatt»

Der Papst in der Schweiz - gestern und heute

Papst Franziskus wird am 21. Juni die Schweiz besuchen. Auf dem Programm stehen eine Messe in Genf, ein Treffen mit Bundesräten und der Besuch eines Ökumenischen Zentrums.

Der Besuch von Papst Franziskus erfolgt anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Der Papst wird am Morgen des 21. Juni zunächst vom sogenannten Weltkirchenrat empfangen. Anschliessend wird sich Franziskus mit verschiedenen Bundesratsvertreter*innen besprechen. Am Schluss steht eine Messe im Kongresszentrum Palexpo.

Nach den Besuchen Pauls VI. 1969 und Johannes Pauls II. 1984 in Genf, ist dies der dritte Besuch eines Papstes beim Weltkirchenrat. Der ÖRK ist ein Verband von Kirchen, der die Einheit der Christen anstrebt. Ihm gehören 348 protestantische, anglikanische, orthodoxe und altkatholische Kirchen sowie kirchliche Gemeinschaften in mehr als 110 Ländern an.

Letztmals besuchte 2004 ein Papst die Schweiz: Johannes-Paul II. feierte anlässlich des katholischen Jugendtreffens in Bern eine Messe. Diese wurde von fast 70 000 Personen besucht. Bei seiner «Tour de Suisse» 1984 besuchte Johannes Paul II. damals insgesamt 14 Orte. Er machte Halt in Genf, besuchte die Uni Fribourg, er feierte Eurcharistie im Flüeli und betete am Grab von Bruder Klaus in Sachseln. Klammerbemerkung: Dabei fordert er dazu auf, auch die Ehefrau Dorothea zu ehren, er nennt sie «heiligmässig». Johannes Paul II. weihte in Einsiedeln einen Altar und er weilte in Bern. Der Papst besuchte das ökumenische Zentrum in Kehrsatz. .

Hier traf er sich mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK. Das Ökumenische Zentrum Kehrsatz, kurz Öki, war noch jung, als dieses historische Treffen in seinen Räumen stattfand. 1975 wurde der Grundstein «Auf dass sie alle eins seien» gesetzt. Papst Johannes Paul II. traf am Morgen des 14. Juni 1984 auf dem Flughafen Belpmoos ein. Die Gespräche mit den Kirchenvertretern selber fanden hinter verschlossenen Türen statt, und es gab nur eine knappe Pressemitteilung. Gegen Mittag fuhr dann der Papst in den Bundesratssitz «Lohn», wo er vom Gesamtbundesrat empfangen wurde. Für das Öki war dies der höchste Besuch, den es je empfangen hat. Er gab dem ökumenischen Geist nicht nur Auftrieb, sondern auch Bestätigung für den gemeinsamen Weg.

Andreas Krummenacher/com

Zu den Fotos:
Papstbesuch 1984 in Genf und Kehrsatz
Papstbesuch 2004 in Bern

 

 

23. April 2018
erstellt von «pfarrblatt»
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