Anouk Haehlen (34), Foto: Nicole Arz

In der Kirche bin ich diejenige, die Kinder ins Spiel bringt. Wir initiieren Projekte mit Kindern und engagieren uns für gesunde Aufwachsbedingungen.

Was lieben Sie an Ihrer Tätigkeit?
Dass meine Arbeit so vielfältig ist! Als Soziokulturelle Animatorin begegne ich den unterschiedlichsten Menschen: jungen und alten, kirchennahen und -fernen, solchen mit oder ohne Schweizer Pass und mit ganz verschiedenen Bedürfnissen und Ideen. Mir gefällt auch, dass ich auf der Fachstelle laufend neue Projekte entwickeln und in Bewegung bleiben «muss» – das macht meine Arbeit spannend. Aktuell sind wir zum Beispiel mit dem Projekt «Spiel(t)räume» mobil auf der Engehalbinsel in der Stadt Bern unterwegs – zusammen mit der Pfarrei Heiligkreuz, der Jugendarbeit Engehalbinsel und der Fachstelle DOK Impuls.

Was ist Ihnen eher lästig?
Dass ich manchmal von Sitzung zu Sitzung renne und vor lauter Kommunizieren einen «sturmen» Kopf bekomme.

Erzählen Sie von einem berührenden Erlebnis!
Es berührt mich, wenn Kinder spontan aus ihrem Leben erzählen oder um Rat fragen, wenn sie sich mit einer schwierigen Lebenssituation herumschlagen. Oft beeindruckt es mich, wie sie trotz Widerständen ihr Leben meistern. Kürzlich kam während eines Mädchenprojekts eine 10-Jährige zu mir und meinte, sie habe noch nie so viel «für das Leben» gelernt – und das sei wichtig, weil sie «stark» werden wolle. Solche Momente machen natürlich Freude!

Schildern Sie einen schwierigen Moment!
Mir bleiben vor allem gute Momente in Erinnerung, deshalb fällt mir gerade gar keine schwierige Situation ein. Vielleicht kommen die erst?

Worauf vertrauen Sie in Ihrem Leben?
Dass immer wieder Türen aufgehen und schöne, hoffnungsvolle Geschichten geschehen, vor allem dann, wenn ich es am wenigsten erwarte.

Wie leben Sie?
Seit zehn Jahren in einer Wohngemeinschaft an der Aare im Berner Mattequartier, mit Erdbeeren und Tomaten auf der Terrasse …

Anouk Haehlen (34), seit 2012 soziokulturelle Animatorin auf der Fachstelle Kinderhexe & Zaubermann, Bern.

28. August 2013