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Ein weiser (!) Sonntag

Weiss ist die Farbe der Reinheit, der Freiheit, der Geburt. In alten Zeiten schloss sich an die Erwachsenentaufe sogleich die Erstkommunion an – im weissen Gewand. Die Leintücher auf dem Foto flattern daher frei und froh im Wind.

Unser Kolumnist Jonathan Gardy aber warnt mit einem Augenzwinkern vor diesem Weissen Sonntag. Heute feiern wir zur Erinnerung an alte Zeiten an diesem Tag auch die Tauferinnerung. Seit kurzer Zeit erst wird dieser Sonntag zudem mit der Barmherzigkeit verknüpft. Alles subversive Akte der Menschlichkeit, meint Jonathan Gardy. Letztlich gehe es darum, für Gerechtigkeit und Versöhnung einzustehen.

Wenn im Kanton Bern die Sozialleistungen leichtfertig gekürzt werden, dann sind wir als Menschen, als Getaufte herausgefordert. Oliver Lüthi, Sprecher der Caritas Bern, macht unmissverständlich darauf aufmerksam. Blosse Innerlichkeit und Zwangsmassnahmen haben etwas gemeinsam – sie verhärten das Herz. Deshalb wird uns die Hostie, das Brot des Lebens, in die Hände gelegt. Damit wir handeln zu Gunsten der Armen.

Kommunion und Taufe zeigen – wir müssen es nicht alleine tun. Zum Glück!

Andreas Krummenacher / Jürg Meienberg

4. April 2018
erstellt von «pfarrblatt»
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