Die Hühnerzucht ist für westafrikanische Bauernfamilien eine wertvolle Einkommensquelle (Bild: Peter Käser)

Gemeinsam gegen Hunger

Die Sorge um die tägliche Nahrung begleitet viele noch heute: Weltweit leiden 800 Millionen Menschen unter Hunger. Brücke · Le pont leistet mit Projekten in Westafrika einen wichtigen Beitrag, um das zu ändern.

Fabienne Jacomet, Kommunikation und Entwicklungspolitik, Brücke · Le pont

Die Landwirtschaft ist in Westafrika eine bedeutende Einkommensquelle. Lokale, gesunde Produkte sind auch zentral im Einsatz gegen die Mangel- und Unterernährung. Brücke · Le pont unterstützt deshalb in Togo und Benin die ProduzentInnen verschiedener Nahrungsmittel wie Reis, Pouletfleisch und Kochbananen.

Um die Armut nachhaltig zu bekämpfen, arbeitet das Hilfswerk mit seinen lokalen Partnerorganisationen jeweils entlang der ganzen Wertschöpfungskette. Beim Reis geht das von der Aussaat bis zum Verkauf des Endprodukts. LandwirtInnen besuchen Kurse zur Verbesserung ihrer Anbau- und Erntetechniken und lernen, welche Reissorten mit wenig Wasser auskommen. Das ist angesichts des Klimawandels und der längeren Trockenperioden wichtig. Zudem kommen sie mit Händlern in Kontakt und lernen, wie sie sich Zugang zu gutem Saatgut, Dünger und Bewässerungsanlagen verschaffen können.

Zusätzlich bilden sich Frauen darin weiter, den Rohreis zu hochwertigem Dämpfreis zu verarbeiten. Dieser bewahrt viele Vitamine und ist dadurch gesünder als weisser Reis. Die Frauen lernen nebst der Dämpftechnik auch, ihren wertvollen Reis zu vermarkten, sodass sie für ihre Mehrarbeit einen höheren Lohn erzielen.

Bei der Geflügelzucht ist der Einbezug von Tierärzten zentral. Sie beraten die Hühnerzüchterinnen und -züchter, damit sie mehr gesunde Hühner grossziehen. Dazu braucht es tiergerechte Ställe, Hygienemassnahmen, Impfungen und eine angepasste Fütterung. Das steigert nicht nur die Qualität des Fleisches und die Gesundheit der KonsumentInnen, sondern auch das Einkommen der Bauernfamilien – und somit die Lebensbedingungen von Zehntausenden von Menschen.

Die TeilnehmerInnen der Projekte stärken sich und ihr Umfeld langfristig: Sie verbessern ihre Kompetenzen und ihr Selbstbewusstsein und schaffen durch ihre Arbeit und das höhere Einkommen Perspektiven für ihre Familien. Brücke · Le pont ist überzeugt: Die nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe hat grosses Potenzial für die Bekämpfung von Hunger und Armut.

Mai-Aktion

Brücke · Le pont unterstützt mit dem Programm «Arbeit in Würde» in rund 30 Projekten benachteiligte Menschen in Afrika und Lateinamerika. Jedes Jahr stellt das KAB-Hilfswerk den katholischen Pfarreien einen Gottesdienstentwurf zu. Manche Pfarreien führen diese Aktion an einem Mai-Wochenende durch, andere zu einem späteren Zeitpunkt. Vielerorts beteiligen sich Freiwillige an der Gestaltung der Gottesdienste. Wollen Sie mithelfen? Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Pfarrei oder mit Brücke · Le pont auf.

Gottesdienstvorschlag 

Spendenkonto: PC 90-13318-2

1. Mai 2019
erstellt von «pfarrblatt» online
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