Das alljährliche Bistumsjugendtreffen am 23. September unter dem Motto: «Tomorrow - die Welt liegt in deiner Hand».

Tobias Fontein, Regionalverantwortlicher des Bischofsvikariats St. Urs. Foto: zVg

Kirche ohne Jugend

«Die Kirche hat im 20. Jahrhundert die Jugend verloren», meinte ein Kollege kürzlich. In der Tat, die kirchlichen Jugendgruppen, wie ich sie noch bis Anfang der neunziger Jahre erlebt habe, gibt es nicht mehr, vielerorts haben sich die grossen Jugendverbandsscharen aufgelöst. Die Freizeitgestaltung hat sich verändert.

Noch nie war eine junge Generation so gut vernetzt, so umfassend informiert und so mobil wie heute. Dass sie diese Möglichkeiten nutzt, ist nachvollziehbar und gut. Hat die Kirche da einen schweren Stand?

Die Kirche erreicht junge Menschen auch heute noch. Dazu muss sie ihnen aber etwas bieten, das sie nicht überall finden, meine ich. Eindrückliche Beispiele dafür sind die internationalen Taizé-Treffen, wie 2017 in Basel, oder die jährlichen Bistumsjugendtreffen. Unter dem Motto «Tomorrow - die Welt liegt in deiner Hand» werden am 23. September viele junge Menschen wieder mit dabei sein.

In Brugg-Windisch werden sie sich mit Fragen zur Lebensgestaltung, zu Gott und dem Weg in die Zukunft auseinandersetzen. Die Jugendlichen schätzen auch Ministranten- und Firmgruppen, Ferienlager und Angebote kirchlicher Jugendarbeitender. Solange die Kirche Wege findet, um die Jungen und ihr Potential abzuholen, wird sie die Jugend nicht verlieren. Denn junge Menschen sind suchende Menschen - das wird sich auch im 21. Jahrhundert nicht ändern.

Tobias Fontein, Regionalverantwortlicher des Bischofsvikariats St. Urs


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5. September 2018
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 37-38
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