Diakon Hanspeter Vonarburg freut sich auf die Tätigkeit in Biel. Foto: Niklaus Baschung

Neuer Diakon für Biel

Diakon Hanspeter Vonarburg verstärkt ab Dezember das deutschsprachige Pastoralteam in Biel.

Viele Bieler und Bielerinnen sind positiv überrascht, wenn Menschen aus anderen Regionen sich für eine Tätigkeit in ihrer Stadt entscheiden. Was hat Sie dazu motiviert?

Hans-Peter Vonarburg: Die vergangenen zehn Jahre habe ich in der Luzerner Gemeinde Emmen gearbeitet. Dies ist ein Ort, der im Schatten von Luzern, verschiedene Kulturen beherbergt. Biel hat als Stadt Vorteile. Selber am See gelegen ist sie für mich das Tor zu einem Teil der Schweiz, den ich bis jetzt eher mit Freizeit und Ferien verband. So freue ich mich dort zu arbeiten: Am Ort, der viele Kulturen verbindet.

Sie werden in einem multikulturellen, mehrsprachigen Umfeld tätig sein. Wie wird dies Ihre Arbeit beeinflussen?

Die christlichen Kirchen waren von Alters her ein Ort der vielen Sprachen. Damit meine ich nicht nur Deutsch, Französisch oder Englisch. Es ist mir wichtig auf alle Menschen zu zugehen und zu versuchen sie zu verstehen. Arbeit in den Kirchen bedeuten vor allem, mit den Menschen auf dem Weg sein und Beziehung leben.

Soziale Themen prägen die Stadt Biel stark mit. Hat die Kirche hier eine Mitverantwortung?

Jesus hat uns auf den Weg geschickt den Menschen beizustehen, die bedürftig sind. Bedürftigkeit hat viele Gesichter – materielle und menschliche. Es ist der Auftrag der Seelsorgenden sich in Tat, im Wort und im Gebet für jene einzusetzen, die Jesus am nächsten stehen: Den Hungernden, den Obdachlosen, den Heimatlosen, den Trauernden, den Verwirrten, usw.

Was liegt Ihnen in der Seelsorge auf dem Herzen?

Mehr als 15 Jahre bin ich neben meiner Arbeit in einer Pfarrei auch als Notfall-Seelsorger tätig. Da konnte ich Menschen in schwierigen Lebensphasen begleiten. Als Seelsorger in einer Pfarrei ist dieser Weg mir wichtig: Unterwegs sein mit Menschen und zusätzlich diesen Weg im Licht des Evangeliums Jesu zu reflektieren. Ein Stück Lebensweg mit Menschen gehen und dieses Leben teilen.

Auf was freuen Sie sich in Ihrer neuen Tätigkeit für die Kirche?

Nachdem ich zehn Jahre als Leiter von Pfarreien und einem grossen Pastoralraum neben der Seelsorge viel Zeit in die Organisation und Leitung investiert habe, freue ich mich darauf, meine Arbeitszeit vorwiegend in die Seelsorge zu investieren. Gerne überlasse ich diese wichtige Aufgabe jüngeren Kräften. Dass ich dabei erneut verschiedene Menschen kennen lernen darf, ist dabei ganz besonders schön.

Interview: Niklaus Baschung

28. November 2017
erstellt von angelus
  • Pfarrblatt / Angelus