Die Initiative mobilisiert, auch die Menschen in der Berner Länggasse. Foto: Andreas Krummenacher

«No Billag»-Initiative - Abstimmung über Radio- und Fernsehgebühren

Am 4. März stimmen die Stimmberechtigten der Schweiz über die Initiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren» ab. Besser bekannt unter dem Namen «No Billag»-Initiative. Kirchliche Akteure warnen vor einer Annahme. Sie argumentieren einerseits mit dem Minderheitenschutz, andererseits würden die Religionssendungen von Schweizer Radio und Fernsehen SRF auf dem Spiel stehen. Es gibt aber auch andere Stimmen. Eine Übersicht mit Stellungnahmen, Grundsatzartikeln, Kommentaren und Medienmitteilungen. 

Hintergrund

Grundsatzartikel auf kath.ch, der Nachrichtenplattform der katholischen Kirche Schweiz, 8. Januar, von Sylvia Stam: «Bei ‹No Billag› steht für die Kirche viel auf dem Spiel»

Die SRG teilt mir, dass sie es «immer als einen ihrer Hauptaufträge im Service public verstanden hat, über die Entwicklung der Religionskultur zu berichten und sich am spirituellen und religiösen Dialog zu beteiligen.» Was das genau heisst, wie die Medienanstalt ihre Beziehungen zu den Religionen und Kirchen pflegt und was in den Statuten darüber steht, hat die SRG in einem Dossier zusammengestellt. Hier als PDF.

Ausserdem haben sich die Kolleg*innen von kath.ch die Mühe gemacht, sämtliche deutschsprachigen Sendungen auf den SRF-Kanälen zusammenzustellen. Als PDF hier zu lesen.

Medienmitteilungen

Der Synodalrat der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Bern hat sich gegen die «No Billag»-Initiative ausgesprochen. In der Medienmitteilung heisst es: «Würde die ‹No Billag›-Initiative angenommen, käme dies einer Abschaffung der SRG, aber auch vieler Privatmedien gleich. Sprachliche und kulturelle Minderheiten kämen kaum mehr zu Wort; religiöse Sendungen würden wohl gestrichen. Der Synodalrat empfiehlt deshalb ein Nein.» Hier als PDF.

Medienmitteilung der bischöflichen Nationalkommission Justitia et Pax, 22. Januar: «Demokratische Willens- und Meinungsbildung braucht Vielfalt – Nein zur Abschaffung eines gebührenfinanzierten Service Public»

Medienmitteilung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK, 10. Januar: «‹No Billag› schneidet Minderheiten das Wort ab»

Medienmitteilung der Entwicklungsorganisation «Alliance Sud», «Falsche Entwicklung: NEIN zu ‹No Billag›!»
 

 
Berichterstattungen über weitere kirchliche Akteure

Das religiöse «Radio Gloria» sagt Nein zu «No Billag», kath.ch, 23. Januar.
«Mit ‹No Billag› sterben nicht alle Religionssendungen», Der Geschäftsführer des katholischen Radiosenders «Radio Maria», André Jacober, hat keine Angst vor der «No Billag»-Initiative. Beitrag auf kath.ch, 16. Januar


Kommentar

Kommentar von Charles Martig, Direktor des Katholischen Medienzentrums, «Religionssendungen ade».

 

Webseiten

Webseite der Initianten  
Webseite des Bundesrates zur Initivative 

 

Redaktion: Andreas Krummenacher

7. Februar 2018
erstellt von Kommunikationsstelle / «pfarrblatt»
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