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Über das Sterben sprechen

Das Sterben und der Tod sind Tatsachen, die gerne verdrängt werden. Dies obwohl wir alle davon früher oder später betroffen sind - sei es als Sterbende, Angehörige, Freundinnen, Freunde oder Bekannte.

Die Stadt Bern nimmt sich in Zusammenarbeit mit Fachinstitutionen dem Thema Lebensende und Tod in einem längeren Vortragszyklus an. In unserer Gesellschaft mit hochspezialisierter Medizin und Technik wird der Tod oft tabuisiert. Sei dies, weil das Lebensende grundsätzlich Angst macht oder weil das Sterben mit einem qualvollen Verlauf und dem Gefühl des Ausgeliefertseins verbunden wird.

Um ein würdiges Sterben zu ermöglichen, hilft es, sich frühzeitig mit dem Sterben aus-einanderzusetzen. Der Vortragszyklus, den die Stadt Bern zusammen mit dem Pallia-tiv-Zentrum des Inselspitals, der Beratungsstelle «palliative bern» und den Landeskirchen zusammengestellt hat, soll zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema anregen.

An sechs Abenden werden verschiedene Aspekte aufgenommen: So wird zunächst über den körperlichen Verlauf in der Sterbephase informiert. danach wird aufgezeigt, mit welchen Mitteln die letzte Lebensphase nach dem Willen des Betroffenen, der Betroffenen gestaltet werden kann. Auch welche Unterstützungsangebote für Angehörige bereitstehen und wie diese finanziert werden können, wird erläutert.
Ein Abend ist der Trauer und den kulturellen Erwartungen gewidmet, weiter wird die Spiritualität im Zusammenhang mit dem Sterben thematisiert. Am letzten Abend wird über die Selbstbestimmung und den Wunsch «nach Plan zu sterben» diskutiert.

Wann und Wo: Der Vortragszyklus startet am 15. August und findet an sechs Mittwochabenden bis zum 7. November 2018 im Le Cap der französischen Kirche jeweils von 19.00 – 21.00 statt.
Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Weitere Infos: www.bern.ch/palliativpflege.

8. August 2018
erstellt von «pfarrblatt» online
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