«Das Mädchen Wadjda», Radeln für die Revolution läuft am 16. August um 21.30

«Chocolat» – Ein kleiner Biss genügt läuft am 17. August, 21.30

«Die göttliche Ordnung»läuft am18. August, 21.30

Wenn die Regeln zurecht gebogen werden

Auch in diesem Jahr findet im Innenhof der Pfarrei St. Mauritius in Bern-Bethlehem das traditionelle Open-Air-Kino statt. Das «pfarrblatt» ist Medienpartnerin. Wir empfehlen unseren Leser*innen die Filme, die Snacks und die spezielle Sommeratmosphäre im Berner Westen sehr. Der Eintritt ist frei. Vom 16. bis 18. August, jeweils ab 21.30 abends. Bei schlechtem Wetter werden die Filme im Pfarreisaal gezeigt. St. Mauritius erreichen Sie mit dem Tram 8 bis Tscharnergut oder Holenacker. Viel Vergnügen!


Donnerstag, 16. August, 21.30

«Das Mädchen Wadjda», Radeln für die Revolution

20.00 Bar offen, Getränke und Snacks
21.30 Filmstart

Regie: Haifaa Al Mansour. Mit Waad Mohammed, Reem Abdullah, Abdullrahman Al Gohani u.a. Drama, Saudi-Arabien/Deutschland 2011, 97 Minuten

Dass es diesen Film gibt, grenzt an ein Wunder. «Das Mädchen Wadjda» ist der erste Kinofilm, der jemals in Saudi-Arabien gedreht wurde – und dann auch noch von einer Frau. Die elfjährige Titelheldin Wadjda lebt in der Hauptstadt Riad. Die Eltern scheinen begütert. Wadjda träumt davon, das schöne grüne Fahrrad zu besitzen, das sie jeden Tag vor einem Spielzeugladen auf ihrem Schulweg sieht. Allerdings gilt es für Mädchen als unehrenhaft, Rad zu fahren, und Wadjdas Mutter verbietet es auch ihrer Tochter. Das Drama nimmt seinen Lauf.

Altersempfehlung: 0+

 

Freitag, 17. August, 21.30

«Chocolat» – Ein kleiner Biss genügt

20.00 Bar offen, Getränke und Snacks
21.30 Filmstart

Regie: Lasse Hallström. Mit Juliette Binoche, Johnny Depp, Alfred Molina, Judi Dench u.a. Drama, GB/USA 2000, 121 Minuten

«Chocolat – Ein kleiner Biss genügt» ist ein wunderbares «Märchen für Erwachsene» und gleichzeitig ein eindringlicher Appell zur Toleranz. Im Mittelpunkt steht Vianne Rocher mit ihrer Tochter Anouk. Sie eröffnet in einem französischen Provinzstädtchen eine kleine Chocolaterie, und zwar mitten in der Fastenzeit. Das konservative Bürgertum ist nicht sehr angetan, wir schreiben das Jahr 1959. Vianne ist ungewöhnlich, offen, herzlich, einnehmend. Einige können dank ihr endlich aufatmen, andere machen alles, um das Glück zu zerstören …

Altersempfehlung: 6+

 

Samstag, 18. August, 21.30

«Die göttliche Ordnung»

20.00 Bar offen, Getränke und Snacks
21.30 Filmstart

Regie: Petra Biondina Volpe. Mit Marie Leuenberger, Maximilian Simonischek, Peter Freiburghaus, Sibylle Brunner u.a. Drama/Komödie, CH 2017, 96 Minuten

Von Männern gemacht und hochgehalten, schien die göttliche Ordnung unanfechtbar. In Europa war das Frauenstimmrecht längst Wirklichkeit, in der Schweiz wurde die männliche Politdomäne erst 1971 erschüttert. Im Mittelpunkt des Films steht die junge Hausfrau und Mutter Nora. Sie lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf. Von den Umwälzungen der 1968er Bewegung ist hier nichts zu spüren. Die Emanzipation der Frau gilt im Gegenteil als Fluch, gegen die Natur, gegen die göttliche Ordnung eben. Das Gesetz sagt, die Frau brauche die Erlaubnis des Mannes für so fast alles. Nora findet sich damit nicht mehr ab. Sie beginnt gegen die herrschende Ordnung zu kämpfen.

Altersempfehlung: 12+

 

 

8. August 2018
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 33-34
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