Foto: unsplash.com

Wir dürfen etwas erwarten!

Wir warten oft. Auf den Bus. Auf ein Mail. Auf Ferien. Auf einen Menschen. Wir warten auf eine zündende Idee.
Warten braucht Geduld. Motivation. Sonst wird es langwierig, vielleicht vergebens. Warten braucht ein Ziel. Wer wartet, wartet besser, wenn er erwartet. Gutes Warten ist Erwarten. Warten ist auf die Erwartung hin ausgerichtet.

Advent ist auch eine Zeit des Wartens. Wir warten, dass Jesus in unserer Welt ankommt. Er ist Motivation und Ziel unserer Erwartung. Dass er wirklich ankommt, feiern wir an Weihnachten.
Ist das so? Auch für mich? Was erwarten wir von Weihnachten? Rechnen wir damit, dass Jesus uns hier und jetzt, im konkreten Alltag begegnet, durch mich und andere wirkt?

Die ersten Frauen und Männer, die Jesus nachfolgten, sowie zahlreiche Heilige bis heute leben es vor: Wenn wir uns trotz aller Ängste und Bedenken immer wieder neu in die Hände von Jesus fallen lassen können, wächst Mut. Dann ist Wandel möglich. Es geschieht Heil. Es kommt vom Heiland.

Um sich fallen zu lassen, braucht es Vertrauen. Es wächst, wenn wir Jesus Raum in unserem Leben geben, die Beziehung zu ihm pflegen. Advent ist nicht nur die Zeit der Erwartung. Advent ist auch die Zeit des Neubeginns. Denn wir stehen am Anfang des Kirchenjahres.

Machen wir uns gemeinsam auf, öffnen wir uns hier und jetzt für Jesus Christus und seine Botschaft! Wecken wir unsere Erwartungen neu!

Felix Gmür, Bischof von Basel

«Was mich bewegt» im Überblick

28. November 2018
erstellt von «pfarrblatt» Nr 49-50
  • Pfarrblatt / Angelus
  • Spirituelles