pfarrblatt:

Die Autorinnen und Autoren 2019

Illustration: schlorian / www.schlorian.ch

 

 

 

«Ich pilgere gerne und schreibe Gedichte» 

Andreas Knapp, 60, ist ein Sprach- und Gottsucher. Seine Gedichte gehören zur meistgelesenen zeitgenössischen spirituellen Lyrik. Er gehört einer winzigen Ordensgemeinschaft an, den «Kleinen Brüdern vom Evangelium». Als Arbeiterpriester war er in Frankreich, Bolivien und Deutschland tätig. Gemeinsam mit drei Mitbrüdern lebt er in einer Plattenbausiedlung am Stadtrand von Leipzig, wo er sich in der Flüchtlingsarbeit und Gefängnisseelsorge engagiert. 2018 wurde er mit dem Herbert-Haag-Preis ausgezeichnet, weil er «neu buchstabiert, was ihm Jesus bedeutet» und Worte sucht, die auch für religiöse Analphabeten verständlich sind. Der Priester und Poet ist gerne als Pilger unterwegs.

«Der Klang der Stille fasziniert mich seit vielen Jahren» 

Gabriela Scherer, 52, lebt nach 30 Jahren in Bern wieder in ihrer Heimat am Vierwaldstättersee. In Unternehmensseminaren am Lassalle-Institut und als Leadership-Coach in ihrer eigenen Firma setzt sie sich für eine Führungskultur «mit Wert-Schöpfung» ein. Stille findet sie sowohl in ihrem Alltag als auch in regelmässigen Auszeiten. Sie geniesst das Zusammensein mit nahestehenden Menschen, um sich über allerlei Tiefgründiges auszutauschen. Bei Wanderungen in den Bergen geht’s auch mal hoch hinaus.

«Ich mag spannende, informative Lektüre und angeregte Gespräche bei gutem Essen und Trinken»

Ariane Piller, 51, ist in Bern aufgewachsen. Sie studierte Klavier in Bern und Lausanne, mit den Schwerpunkten Kammermusik und Liedbegleitung sowie Chor- und Orchesterleitung. Parallel dazu absolvierte sie eine Gesangsausbildung und schloss das Grundstudium in katholischer Theologie ab und verfügt über eine Spezialausbildung in Gregorianik. Nach Jahren reger Unterrichts- und Konzerttätigkeit schloss Ariane Piller ein Orgelstudium mit dem Konzert- und Solistendiplom ab. Heute wirkt sie als Titularorganistin, Pianistin und Kantorin in Bern und Ostermundigen und leitet den Kirchenchor in Belp. Sie unterrichtet Klavier und Orgel und ist Lehrbeauftragte des Bernischen Organistenverbandes. Auftritte als Sängerin, Pianistin und Organistin führen sie quer durch Europa. Sie wandert und liest gerne und geniesst angeregte Gespräche bei gutem Essen und Trinken.

«Ich habe Freude am Backen von Kuchen und anderen Süssigkeiten»

Martin Tschirren, 47, ist in Spiez aufgewachsen und setzte sich dort als Ministrant, in Pfarreilagern und als Sakristan ein. Während seines Geschichts- und Theologiestudiums in Freiburg machte er ein Austauschjahr in den Niederlanden. Diese sind seither seine zweite Heimat. Nach der Assistenzzeit am Freiburger Seminar für Zeitgeschichte arbeitete er für den diplomatischen Dienst in Bern und Pretoria (Südafrika). Sechs Jahre später wechselte er zu den Kraftwerken Oberhasli. Aktuell vertritt er als stellvertretender Direktor des Schweizerischen Städteverbands die Interessen der Schweizer Städte in der nationalen Politik, was er höchst spannend und abwechslungsreich findet. Daneben engagiert er sich als Verwaltungsrat eines Energieversorgungsunternehmens, Stiftungsrat einer Musikschule sowie als Mitglied des Kleinen Kirchenrats. Der Buchstabenmensch liebt es, Süsses zu backen, Klarinette zu spielen und viel Velo zu fahren.

«Im Wirrwarr des Alltags spüre ich Licht- und Gottesmomente auf»

Gabriele Berz, 59, ist im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen und hat in Luzern und Mainz Theologie studiert. Nach Jahren in der Pfarreiseelsorge, Bildungsarbeit und in ihrer grossen Familie ist sie heute Gemeindeleiterin in Spiez. Sie erfreut sich an Sprache und Musik, an der Natur und «an den vielen kleinen Dingen des Alltags». Sie mag aufrichtige, suchende Menschen, die einander mit Wertschätzung und Achtsamkeit begegnen. Zu ihren Hobbys gehören das Lesen, Musizieren, Nachdenken, Wandern und Handarbeiten. Neugierig auf das Leben, ist sie jeden Tag neu gespannt auf die vielfältigen Gedanken und Gefühle der Menschen, die ihr begegnen. Hartnäckig und geduldig spürt sie im Wirrwarr des Alltags Licht- und Gottesmomente auf, um sie zu entziffern. Ab und zu wird sie dabei «mit dem Glück beschenkt, im Unterwegs daheim zu sein.»