Eine Kirche für das Quartier
Foto: Pia Neuenschwander

 

Reformierte und katholische Kirchen stehen im Berner Nordquartier nahe beieinander. Die Zusammenarbeit ist schon jetzt sehr eng. Im Prozess «Ökumene Bern-Nord» wird diese Zusammenarbeit intensiviert. Die drei Kirchgemeinden haben sich das Ziel gesetzt, zu einer ökumenischen Gemeinschaft zu werden und in Zukunft als eine Kirche aufzutreten und zu handeln. In fünf Jahren sollen sämtliche Angebote primär ökumenisch gedacht und gestaltet werden. Gottesdienste, Religionsunterricht, Jugend- und Altersarbeit, Diakonie – sämtliche Themen, inklusive Gebäudebewirtschaftung werden ökumenisch betrachtet. Ein ambitioniertes Unterfangen, das durchaus die eine oder andere Knacknuss enthält. An der Basis scheint das Bedürfnis jedoch gross und unbestritten. Viele Menschen im Nordquartier sind bi-konfessionell unterwegs. Beim ersten Hearing, bei der ersten öffentlichen Veranstaltung zum Thema war die Zustimmung gross. Als übrigens die Marienglocken 1936 über die Kornhausbrücke transportiert wurde, läuteten die Glocken der reformierten Johanneskirche zur Begrüssung. Man hat also von Anfang an schon sehr viel aufeinander gehört.

Andreas Krummenacher

 

Um was es beim Projekt «Ökumene Bern Nord» geht, erzählen der reformierte Johannespfarrer Jürg Liechti-Möri, die Kirchgemeinderätin Patricia Stucky und der Gemeindeleiter Manfred Ruch von der katholischen Marienpfarrei – «pfarrblatt» Nr. 8/2019

Von Leucht- und Kirchtürmen. Manfred Ruch zu einem überkonfessionellen Projekt mit Leuchtkraft. «pfarrblatt» online, 7. Dezember 2018