Kirchenverfassung

Der Kanton Bern lockert die Bindungen zu den drei anerkannten Landeskirchen. Ab nächstem Jahr werden beispielsweise die Pfarrpersonen und Gemeindeleitenden nicht mehr vom Kanton, sondern von den Landeskirchen angestellt.

Die katholische Kirche in der Schweiz ist gekennzeichnet durch das sogenannte duale System. Es gibt eine pastorale und eine staatskirchenrechtliche Seite. Das heisst, es gibt Pfarreien und es gibt Kirchgemeinden, es gibt das Kirchenrecht und es gibt das kantonale Recht, es gibt also Organisationen für die Seelsorge und es gibt Organisationen für deren Finanzierung und den Kontakt zum Staat. Das alles soll sich ergänzen und aufeinander abstimmen. Das System muss sich die Waage halten.
Damit das auch unter den neuen Voraussetzungen so bleibt, gibt sich die römisch-katholische Landeskirche eine neue Verfassung.