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Arbeitsbeginn in Zeiten von Covid-19

Noch im Januar 2020 flog ich nach einem zweiwöchigen Urlaub aus Los Angeles in die Schweiz zurück. Zu dieser Zeit war das Coronavirus schon ein Thema und es war Vorsicht geboten. Niemals hätte ich mir jedoch das Ausmass dieses Virus vorstellen können. Während den ersten zwei Monaten im Jahr 2020 durchlief ich den Bewerbungsprozess im aki. Als Sozialarbeiter bewarb ich mich für die Stelle als Mitarbeiter der Hochschulseelsorge.

Der Arbeitsbeginn wurde für den 1. April angesetzt. Durch die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen und durch den Lockdown wurde dieser Arbeitsbeginn jedoch etwas erschwert. Anfangs war noch ungewiss, wie ein Arbeitsbeginn zu Coronazeiten gestaltet werden kann. Isabelle Senn, Leiterin des aki, gab mir jedoch sofort diverse Anweisungen, mit welchen ich mich «einarbeiten» konnte. Das Einarbeiten bestand aus Leselektüren und Internetrecherchen. Im Internet machte ich mir ein Bild von den Arbeiten im aki, den Angeboten der Universität Bern, den Partnerorganisationen sowie der Landeskirche des Kantons Bern und dem Pastoralraum der Region Bern. Wöchentlich fand ein Austausch statt, damit wir uns gegenseitig auf dem aktuellsten Stand halten konnten.

Für mich persönlich gelang so ein ruhiger Start in meine Tätigkeiten in der Hochschulseelsorge. Anstatt mich wie bei einem «normalen» Arbeitsbeginn mit Informationen zu überfluten, war es so möglich, diese Informationen gestaffelt aufzunehmen. Im Mai war es dann endlich soweit: Mein erster Arbeitstag vor Ort. Durch die Verzögerung der Anwesenheit in Bern freute ich mich umso mehr auf diesen Tag. In den Gesprächen wurde mir klar, dass es uns meines Erachtens sehr gut gelungen ist, mit den Herausforderungen des Covid-19 umzugehen. Weiter war es sehr schön, Isabelle Senn einmal persönlich kennenzulernen und mein Büro im aki «in Betrieb zu nehmen».

Die aktuellen Herausforderungen sind die Gestaltung des Sommers und der Kontakt zu den Studierenden. Die Studierenden haben in diesem Semester keinen Präsenzunterricht. Wie können diese jedoch trotzdem angesprochen werden? Nach der Bewältigung meines erschwerten Arbeitsbeginns blicke ich jedoch sehr zuversichtlich in die Zukunft und bin mir sicher, dass wir jegliche Herausforderungen als Team meistern werden.

Marco Schmidhalter

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27. Mai 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 12
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