14. Februar 2020 in Hongkong, China: Nach Ausbruch des neuen Coronavirus herzt sich ein Paar am Valentinstag mit Atemschutzmasken. Foto: Reuters/Tyrone Siu

Ausnahmezustand

Mitte Februar: Noch nimmt das Leben seinen gewohnten Lauf. Ende Februar: Das Coronavirus erreicht Europa. Anfang März: erste Hinweise zum Schutz vor einer Ansteckung, erste Begrüssungen auf Distanz, erste leere Konservenregale im Supermarkt, Spaghetti und Hörnli sind ausverkauft. Erste Krankheitssymptome. Ich gehe mit starken Halsschmerzen zum Arzt. Langes Warten mit Schutzmaske. Dann, endlich, die Diagnose und eine Packung Antibiotika. Ich setze ab sofort auf Homeoffice statt ÖV. Dann überstürzen sich die Ereignisse. In der «ausserordentlichen Lage» gehen Hamsterkäufe und IT-Schadprogramme mit Solidarität, Respekt und Humor einher. Die betroffenen Länder organisieren sich neu. Wir erleben, dass es anders geht und dass es so auch geht. Wer hätte das gedacht: Seit Mitte März nimmt das Leben einen neuen Lauf.

Anouk Hiedl

18. März 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 7
  • Pfarrblatt / Angelus
  • Brennpunkte