Neubeginn im Bistum Basel. Foto: hajos / photocase.de

Wieslaw Reglinski während seiner Zeit in Huttwil. Foto: Archiv

Donata Tassone-Mantellini. Foto: zVg

Andreas Brun-Federer. Foto: zVg

Wieslaw Reglinski. Foto: zVg

«Berner» Personal für die Diözesankurie

Gleich drei Stellen am Sitz des Bistums Basel in Solothurn werden mit Personen besetzt, die lange im Kanton Bern gewirkt haben. Es sind das Wieslaw Reglinski als neuer Vorsteher des kirchlichen Gerichts sowie Donata Tassone und Andreas Brun als neue Personalverantwortliche. Ihre früheren Wirkungsstätten waren Huttwil, Bern und Köniz.

Wieslaw Reglinski wird neuer Offizial im Bistum Basel. Er war acht Jahre lang Pfarradministrator und Pfarrer in Huttwil. Als Offizial wird Reglinski Vorsteher des kirchlichen Gerichts im Bistum Basel, zu dem der Kanton Bern gehört. Ein solcher Vorsteher wird auch Gerichtsvikar genannt, er spricht im Namen des Bischofs Recht. Die Hauptaufgaben sind die Erteilung von Dispensen, die Durchführung von kirchlichen Gerichtsverfahren, vor allem sogenannte Ehenichtigkeitsprozesse, und allenfalls die Vorbereitung von Selig- und Heiligsprechungsprozessen.

Als Dispens wird im kirchlichen Zusammenhang die Befreiung von einem kirchlichen Gesetz, von einer kirchenrechtlichen Vorschrift im konkreten Einzelfall bezeichnet. Fragen sind beispielsweise, ob ein Theologe im Bistum angestellt werden darf, obwohl er geschieden ist oder ob eine lesbische Theologin als Spitalseelsorgerin wirken darf.

Wieslaw Reglinski ist in Polen aufgewachsen, hat in Warschau und Rom studiert. Zuletzt war er Pfarrer des Pastoralraumes Niederamt im Kanton Solothurn. Ab 2005 war Reglinski acht Jahre lang in Huttwil. Er bezeichnete sich bei seinem Stellenantritt im Oktober 2005 im Interview mit dem damaligen «pfarrblatt»-Redaktor Jürg Meienberg als «Kind der Generation Johannes Paul II.». Weltjugendtagsbewegt sei er. «Faszinierend fand ich in der Vielfalt der Kulturen und menschlichen Begegnungen die spürbare Einheit des Glaubens», so Reglinski über seine Begeisterung für die Weltjugendtage. 

Hochbegabt und hochgebildet. Bei seinem Stellenantritt in Huttwil studierte er gerade Bioethik. Dieses Fach hat er mit einem Master abgeschlossen. In Zivilrecht, Kirchenrecht und Moraltheologie hat er je einen Doktortitel. Russisch bezeichnete er als seine liebste Fremdsprache, Musik als grosses Hobby – Akkordeon spiele er und Gitarre, plus «ein bisschen Klavier und Trompete.» Nicht zu vergessen – Reglinski besitzt einen Pilotenschein. Zuallererst sei er aber Priester, betonte Wieslaw Reglinski im «pfarrblatt»-Gespräch. Schönstatt-Pater noch dazu.

Er wird am 1. Juli 2020 die Nachfolge von Peter Schmid antreten. Dieser war 24 Jahre lang Offizial des Bistums Basel.

Personalverantwortliche

Donata Tassone und Andreas Brun werden neue Personalverantwortliche. Die Freiburgerin Donata Tassone ist aktuell noch Leiterin des Bereichs Personal bei der römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung (GKG). 2010 hat sie diese Stelle angetreten. Sie hat in die Verwaltung der GKG Bern sehr viel Professionalität eingebracht, für klare Strukturen und Abläufe gesorgt. Gerade auch in der Zusammenarbeit mit dem «pfarrblatt» ist Donata Tassone stets hilfreich.

Donata Tassone ist Executive Master in Business Administration mit Schwerpunkt HR, also Personal. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Personalführung. Sie wohnt in Wünnewil, ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Sie wird die neue Stelle in der Bistumsverwaltung ebenfalls im Juli antreten, zusammen mit Andreas Brun.

Dieser war zwischen 2008 und 2015 Gemeindeleiter der Pfarrei St. Josef Köniz. Danach wurde er Pastoralraumleiter in Olten. Nach dem Theologiestudium absolvierte er Weiterbildungen in Psychologie und Nonprofit-Management. Aktuell ist Andreas Brun Pastoralverantwortlicher in der Abteilung Pastoral und Bildung im Bistum Basel. Er arbeitet also bereits in Solothurn. Andreas Brun wohnt in Winznau (SO), ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.

Donata Tassone und Andreas Brun werden die Nachfolge von Fabian Berz antreten. Von 1996 bis 2005 war er Leiter der diözesanen Fortbildung, danach bis heute als Personalverantwortlicher.Er geht im Sommer in Pension.

Andreas Krummenacher

 

 

20. Januar 2020
erstellt von «pfarrblatt» online
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