Monika Stocker, Kurt Seifert (Hg.), Vroni Grütter-Büchel (Illustrationen): Alles hat seine Zeit. Ein Lesebuch zur Hochaltrigkeit, Theologischer Verlag Zürich (TVZ) 2015, 128 Seiten, Fr. 24.80.

Buch - Hochaltrig

«Wenn man mich nicht kennt, rechnet man mich nicht mehr zu denen, die drauskommen», schreibt die Schriftstellerin und Sozialarbeiterin Judith Giovannelli-Blocher, Jahrgang 1932. Was bedeutet es, in einer Gesellschaft der Fitten und Leistungsfähigen alt zu sein? Nicht 60+, sondern alt oder gar hochaltrig? Und was bedeutet es für eine Gesellschaft, die nichts von Verletzlichkeit und Abhängigkeit wissen will, dass immer mehr Menschen 80 oder 90 Jahre alt werden?
In «Alles hat seine Zeit» erzählen Menschen über 80, welche Fragen sie umtreiben, welche Erkenntnisse sie gewinnen und wo sie Belastungen und Befreiungen erfahren. Zu Wort kommen auch Angehörige und Fachleute zu Themen wie Spiritualität oder Gewalt im Alter. Die von den Schweizer Landeskirchen und Pro Senectute lancierte Kampagne «Alles hat seine Zeit» hat von 2013 bis Frühling 2015 auf die gesellschaftliche Dimension von Hochaltrigkeit aufmerksam gemacht. Begleitend dazu sind in der Zeitschrift «Neue Wege» Gespräche und Berichte erschienen, in denen Hochaltrige Auskunft geben. Das vorliegende Buch ist die Sammlung all dieser Materialien. Es regt zum Nachdenken an und vermittelt Impulse für die Diskussion in Gruppen oder Organisationen, in Kirchgemeinden und in der Politik. Ergänzt werden die Texte von Bildern der Malerin Vroni Grütter-Büchel, die ihre Mutter im hohen Alter und Sterben in liebevollen Bildern festgehalten hat.

com/kr

Hinweis: www.alleshatseinezeit.ch

30. September 2015