«Das Fleisch der Welt oder die Entdeckung Amerikas durch Niklaus von Flüe», Adam Schwarz, Zytglogge Verlag 2017, Fr. 32.–, 267 Seiten.

Buchbesprechung - Das Fleisch der Welt

... oder Die Entdeckung Amerikas durch Niklaus von Flüe: Ein Road-Trip – ein historischer Roman – eine Komödie? Die Geschichte von Adam Schwarz ist nichts so richtig, aber von allem ein bisschen.

Im Mittelpunkt stehen der Schweizer Nationalheilige Niklaus von Flüe –und sein Sohn Hans von Flüe. Denn nachdem Vater von Flüe die Familie verlassen hat, bleibt der Junior mit der Familie und dem Hof zurück. Er arrangiert sich mit der Situation, während sein Vater ein eremitisches Dasein fristet.

Die neue Familienkonstellation hält jedoch nicht lange vor – denn Vater Klaus kehrt zurück. Und bewegt seinen Sohn dazu, mit ihm auf eine letzte Pilgerreise zu kommen.
Und hier verabschiedet sich der Autor von der historischen Korrektheit: Denn die beiden von Flües ziehen gen Westen, immer einer Vision Niklaus' folgend – bis sie am Meer ankommen. Doch das reicht Niklaus noch nicht: Und so geht die Reise weiter, über den Ozean ...

Immer mit einem Augenzwinkern, ohne Schamgefühl und ohne Respekt vor der korrekten Geschichtsschreibung, führt Adam Schwarz den Schweizer Nationalheiligen auf eine abenteuerliche Reise. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn, der Umgang mit Berufung und die bedingungslose, leidenschaftliche Gottsuche unter widrigen Vorzeichen werden hautnah miterlebt , wenn sich Niklaus von Flüe auf eine Reise begibt, die ihn sehr weit vom Ranft wegführt ...

Sebastian Schafer

«Das Fleisch der Welt oder die Entdeckung Amerikas durch Niklaus von Flüe», Adam Schwarz, Zytglogge Verlag 2017, Fr. 32.–, 267 Seiten.

1. November 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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