Martin Schleske, Herztöne, Lauschen auf den Klang des Lebens, adeo Verlag 2016, 348 Seiten, Fr. 32.20

Buchbesprechung - Herztöne

Eigentlich baut er nur Geigen. Doch seine meisterlichen Violinen werden von weltbekannten Musikern gespielt.

Zum Geigenbau gehört die ewige Suche nach perfektem Klang. Das Schwingen und Erklingen des Holzes bei der Berührung mit den auf einen Hartholzstab gespannten Pferdehaaren ist eigentlich spektakulär. Der 52-jährige Martin Schleske aus Oberbayern hat dabei heilsame Töne und die Kraft der Stille entdeckt. Seine musikalische Suche ist zu einem spirituellen Weg geworden.
Wenn er den Geheimnissen des Holzfaserverlaufs einer Meistervioline nachspürt, werden daraus Fragen nach dem Sinn des Lebens und göttlicher Schönheit. Seine Texte berichten aus seiner Werkstatt. Es sind Gleichnisse von Inspiration, Einfühlungsvermögen und Seelentiefe. Faszinierend seine Verbindungen zu Geschichten des Evangeliums, wenn er beispielsweise die Bergpredigt reflektiert: «Tue dies, und lasse jenes bleiben, und du wirst merken, dass dein Leben an Stimmigkeit gewinnt. Wenn du es beachtest, werden jene Wahrheiten des inneren Lebens dich ‹stimmen›.»

Martin Schleskes erstes Buch «Der Klang» wurde überraschend zum Bestseller. 2016 erschien «Herztöne» – Erzählungen, die höchst anregend Glaubensthemen vertiefen. Das Lesebuch hilft mit, dem Klang des Lebens zu lauschen.
Auch an der Konzertlesung vom 11. Mai um 19.30 in der Berner Dreifaltigkeitskirche.

Karl Johannes Rechsteiner


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26. April 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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