Sad: Slow, CD / Vinyl / Digital (ab Fr. 15.–), Mouthwatering Records 2016; Stream via soundcloud.com www.facebook.com/SADPRODUCER

CD - Slow

Ganz langsam

Was ist es, was da die Seele berührt, den Körper in Anspannung versetzt und zum Tanzen bringt? Manchmal ist es einfach neue Musik, die zielsicher mitten ins Herz trifft. «Sad» neues Album «Slow» schleicht sich beim ersten Hinhören so langsam an, bis es einen packt und gefangen nimmt. Dann zieht es einen hinaus aus der engen Stube, man möchte diese Musik anderen zum Hören geben, an die nächste Party bringen und die eigene Begeisterung teilen. Nachdem sich «Sad» in den letzten Jahren vor allem als Produzent von Schweizer Hip-Hop (Baze, Greis, Seven, Gimma) einen Namen gemacht hat, besinnt er sich nun zurück zu seinen Wurzeln. Ganz am Anfang, als sich langsam seine Liebe für Klang und Ton entwickelte, stand für ihn die Soul-Musik. Dieser Soul wird durch die zusammengestellte Band mit Leuten wie JJ. Flück (Drums), Toni Schiavano (Bass), Benj Külling (Keys) und Raphael Jakob (Guit) und der Sängerin Djemeia, zusätzlich gefüttert mit Rap von Slum Village, ergänzt mit einem Schuss Horn und Strings zu einem Gesamterlebnis und ist ein urbanes Neo-Soul- Album, welches emotionale und belebte Nischen entstehen lässt. «Sad» ist es gelungen, seine Passion in ein beseeltes Gewand zu kleiden. Hier wird nichts verkleidet, sondern dem nackten Leben eine Stimme gegeben. Wie Körper und Seele einen ganzen Mensch machen, machen Text und Musik zusammen den ganzen Song aus. Der Soul auf «Sad’s» Album verlangt nicht nach Geschwindigkeit, sondern nach dem Herunterfahren auf das Wesentliche: «Take it slow, let it breathe!»

Patrik Böhler

''Slow'' könne Sie auf Soundcloud anhören

2. März 2016