Kalender der Religionen

«Der Körper – Spiegel des Heiligen»

Mit Haltungen und Ausdrucksformen trägt der Körper zum spirituellen Austausch bei. Nicht von ungefähr sprechen Christ*innen davon, «mit dem ganzen Körper und mit ganzer Seele zu beten».

Dieses Jahr widmet sich der Kalender der Religionen dem Thema «Der Körper – Spiegel des Heiligen». Das Gebet etwa kann in Gesang oder Tanz zum Ausdruck kommen. Dabei wird die innere Aufnahmebereitschaft der Gläubigen angeregt und sichtbar gemacht.

Jede Religion ritualisiert den Körper. In vielen Traditionen gibt es Gemeinsamkeiten wie Gebets- oder Meditationshaltungen, Reinigungsrituale und Waschungen. Manchmal gilt der Körper auch als Hindernis und muss durch physische oder spirituelle Askese, mit Essensvorschriften, Fasten, spirituellen Übungen oder Meditation beherrscht werden. Nicht selten soll der Körper so auch gestützt und das Band zum Göttlichen gesichert werden.

In verschiedenen Traditionen wird der Körper für Riten bemalt oder mit Tätowierungen oder Hautritzungen versehen. Auch in säkularisierten Gesellschaften finden sich Körperpraktiken mit rituellem Charakter, zum Beispiel spezifische Haarschnitte, Kleider, Tattoos, Piercings und andere Zeichen, die auf eine Identität oder Zugehörigkeit verweisen.

Von September 2019 bis Dezember 2020 kann man im Kalender der Religionen eine Vielfalt an Körperstellungen, Gesten und Symbolen entdecken, die das Band der Gläubigen zum Göttlichen oder zum je eigenen Absoluten stützen und sichtbar machen.

com/ah

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15. Oktober 2019
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 22
  • Pfarrblatt / Angelus