Dr. Prof. W. Alters Lager im Wald. Sein normalerweise gut organisiertes und aufgeräumtes Büro war in einem chaotischen Zustand. Und von ihm weit und breit keine Spur. Foto: zVg

Dinosaurierforscher - Wo ist W. Alter?

Am Samstag trafen wir uns auf Einladung von Dr. Prof. W. Alter an der Universität, um an einem Forschungsprojekt über eine neu entdeckte Dinosaurierart teilzunehmen.


Doch als wir bei der Besammlung die Forscherausweise verteilten und kontrollierten, ob auch alle anwesend sind, fiel uns auf, dass ausgerechnet der altehrwürdige Dr. Prof. W. Alter – die wichtigste Person der ganzen  Forschungsexpedition – fehlte. Also beschlossen wir, in sein Büro im Berner  Forst zu fahren. Was wir dort vorfanden, erstaunte uns sehr: Sein   ormalerweise gut organisiertesund aufgeräumtes Büro war in einem  chaotischen Zustand.

Wo ist W. Alter
Um mit dem Forschungsprojekt beginnen zu können, mussten wir erst Dr. Prof.  W. Alter ausfindig machen – «Wo ist die neue Dinosaurierart?» wurde plötzlich  zu «Wo ist W. Alter?». Er ist ein älterer und etwas durchgeknallter Professor,  was uns die Suche sicherlich nicht erleichtern würde.
In seinem Büro suchten wir nun nach Indizien, welche uns Hinweise über seinen Verbleib geben könnten. Wir fanden eine nicht abgeschickte Anmeldung für ein (W)Altersheim, einige Knochen mit Blut, ein unbenutztes Flugticket, eine Zeitmaschine und diverse Medikamente.
Aufgrund der vorgefundenen Gegenstände stellten wir verschiedene Thesen auf, was mit dem guten Herrn Professor passiert sein könnte.

Sackgasse (W)Altersheim
Zwei Tage verbrachten wir damit, diesen Spuren nachzugehen. Jedoch wurden die verschiedenen Theorien, welche wir mittels der Indizien aufgestellt hatten,  widerlegt oder endeten in einer Sackgasse: Im (W)Altersheim waren zwar viele  verschiedene Walters aber keiner war der Gesuchte.
Die Knochen mit Blut stammten von Tieren und nicht wie befürchtet von  Dr. Prof W. Alter. Das  Flugticket war zwar auf ihn ausgestellt, aber er hatte den Flug nicht angetreten. Die  Zeitmaschine konnten wir zwar flicken, aber er war in den  verschiedenen Epochen bis jetzt nicht auffindbar. Und die Medikamentenbox war mit ganz normalen Bonbons gefüllt – Dr. Prof. W. Alter hat sie nur so abgepackt, damit er nicht alle auf einmal isst.

Grossartige Stimmung
Da wir nach zwei Tagen anstrengender Suche immer noch nicht fündig/ geworden waren, beschlossen wir, das Projekt abzubrechen. Unsere  Enttäuschung  darüber, dass ein so viel versprechendes Unternehmen scheitert, war deutlich spürbar. Trotzdem herrschte bei dieser Expedition eine grossartige Stimmung und der Zusammenhalt der verschiedenen Gruppen wurde gestärkt. Und dies ist doch die Hauptsache.
Ich wünsche allen Teilnehmern von  Jugendlagern tolle  Erlebnisse und Freundschaften, die ein Leben lang halten.

André Winkler, Sekretär Corps Windrösli 

8. Juli 2015