pfarrblatt:

News-Artikel

Judith Furrer Villa, Leiterin der Fachstelle Religionspädagogik.

Ein Leben lang lernen

Sie liebt die Berge und den Neuenburgersee, hat gerade ihre Faszination für Management entdeckt und hätte nichts gegen ein buntes Kunstwerk in ihrem Garten – seien Sie gespannt auf die Leiterin der Fachstelle Religionspädagogik.


von Nicole Arz


Wenn Sie nicht bei der Kirche arbeiten würden, wo könnten Sie es sich auch noch vorstellen?

Aus dem pädagogischen Bereich kommend, finde ich nach wie vor den ganzen Bildungsbereich der Volks- oder auch der privaten Schulen, die alternative Lernwege suchen, sehr spannend. In letzter Zeit faszinieren mich auch neue Managementansätze. Einblick zu bekommen in ein Unternehmen, das agiles Management anwendet, ohne dabei über Leichen Profit zu erwirtschaften, würde mich sehr interessieren.

Wie sieht die Gegend aus, die Sie gerne durchwandern würden?

Ich bin schon von Fribourg nach Santiago de Compostela gepilgert und bin gerne in den Alpen unterwegs. Mir gefällt die Vielfältigkeit dieser Gegenden. Von üppig bis karg, von sanft bis schroff. Aus Klimagründen zieht es mich heute eher nicht mehr in entlegene Gegenden wie Patagonien, Tibet oder Alaska – auch wenn ich diese Orte gerne mal gesehen hätte.

Wo findet man Sie, wenn Sie mal abschalten müssen?

Auf dem Neuenburgersee oder beim Joggen an der Aare.

Haben Sie in letzter Zeit etwas Neues über sich gelernt?

Ich arbeite auch im Bereich Religionspädagogik mit einem Bildungsbegriff, der von einer lebenslangen Entwicklung jedes Menschen ausgeht. Dazu gehört auch ein Selbst, das sich lernend verändert. Inhaltlich und konkret: Ich dachte immer, ich interessiere mich nicht für Wirtschaft und Management. Heute weiss ich, dass das nicht stimmt. Ich entdecke in verschiedenen Büchern zu Führung und Management sogar Aussagen, die ich aus theologischer Sicht ebenso unterschreiben könnte, wenn vielleicht auch etwas anders formulieren würde.

Sie können ein ganz persönliches Kunstwerk herstellen, das Material steht zur Verfügung. Beschreiben Sie das Endprodukt.

Eine bunte Plastik für den Garten, etwas skuril, üppig und lebensfroh – eine Mischung aus Claire Ochsner und Niki de Saint Phalle.

Welches ist Ihre liebste Zeit im Jahr?

Ganz klar der Sommer, ich liebe die Wärme, das Wasser und den Wind auf dem Neuenburgersee, den blühenden Garten … Aber der Winter hat auch etwas: Dualskifahren mit meiner behinderten Tochter, Wandern im Schnee, Kerzenlichtabende … und im Herbst habe ich Geburtstag, und dann all diese Farben in der Natur. Der Wahnsinn, oder nicht? Und wie könnte ich den Frühling nicht lieben, wo wieder alles spriesst und das Leben erwacht? … Ach, ich kann mich einfach nicht entscheiden.

 

 

Die Serie 2020 im Überblick

 

 

19. Februar 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 5
  • Pfarrblatt / Angelus