Ïnspiration in Pandemiezeiten. Foto: C_iStock-xxmmxx

Ein zweiter Blick zurück

Der Einstieg ins hinter uns liegende Herbstsemester war allen Einschränkungen zum Trotz ein Traumevent: Bei blauem Himmel, strahlendem Sonnenschein und spätsommerlicher Wärme konnten im aki-Garten Mitte September während drei Tagen über Mittag Crêpes genossen werden. Der Erlös kam einem Entwicklungsprojekt der Jesuiten zugute.

Mit Schutzkonzepten und Begrenzung der Teilnehmendenzahlen war es möglich, auch im Verlauf des weiteren Semesters Veranstaltungen durchzuführen und so für Studierende Begegnungsmöglichkeiten in kleinem Rahmen zu schaffen. Besonders grosse Resonanz fand ein Stadtrundgang zum Thema «Lobbying» in Bern, der vom Verein Lobbywatch begleitet wurde. Kreativ konnte man sich im Rahmen einer Schreibwerkstatt entfalten, und auch die spielerische Seite des Semesterthemas «Achtung» kam nicht zu kurz. Nur wenige Veranstaltungen mussten abgesagt oder ins nächste Semester verschoben werden; einige konnten durch Umplanung den Gegebenheiten angepasst und so doch noch durchgeführt werden.

Die drei Praktikant*innen haben durch Initiative und Engagement wesentlich dazu beigetragen, das aki-Programm von Woche zu Woche den jeweiligen Bestimmungen anzupassen, sodass die Angebote zu jeder Zeit angemessen und Corona-konform waren. Während des ganzen Semesters fanden Studierende im aki Raum zum Lernen und Arbeiten, was sehr geschätzt wurde. Verteilt über zwei Tage wurden Ende November im aki bis zu 50 Adventskränze gebunden.

Insgesamt hat sich uns in diesem Semester gezeigt, dass oft sehr viel mehr möglich ist, als man zunächst denkt. Der Druck von aussen, nicht wie gewohnt agieren zu können, gepaart mit dem Willen, für Studierende auch in diesen Zeiten da zu sein, hat uns als aki-Team Gewohnheiten hinterfragen und neue Spielräume entdecken lassen: Die Gespräche beim Mittagstisch wurden durch eine kleinere Teilnehmer*innenzahl vertrauter; der aki-Garten bietet sich als Veranstaltungsort auch bei Dunkelheit und Lagerfeuerstimmung an; die Krippe kommt in der Adventszeit in der Cafeteria super zur Geltung; aki-Anlässe können ganz einfach auch spontan und situationsbezogen geplant werden; Stellwände in Räumen trennen nicht nur, sondern bieten auch Fläche für inspirierende Gedanken und Bilder …

Isabelle Senn

13. Januar 2021
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 2
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