Libânia Sofia (17) stammt aus Portugal. Sie absolviert ein Praktikum als Pflegefachfrau und ist freiwillige Katechetin einer 2. Klasse bei der portugiesischsprachigen Mission in Bern.

Einander helfen und lieben

Das Leben Jesu ist für mich sehr spannend, weil er immer anderen Menschen geholfen hat. Ich suchte mir dieses Zitat aus, weil auch ich versuche, wie Jesus zu leben. Es ist möglich, wenn man daran glaubt. Ich helfe Menschen gern, darum ist Sozialarbeiterin mein Traumberuf. Vielleicht orientieren sich nur die Leute, die Schlimmes erlebt haben, am Leben Jesu und denken darüber nach. Ich jedenfalls halte bis heute immer Kontakt zu ihm. Als ich zehn Jahre alt war, ging ich in eine katholischen Schule. Dort hörten wir von Jesus. Es war teilweise langweilig, aber insgesamt empfand ich das als sehr interessant.

Ich machte Katechese und bin heute Kursleiterin. Ich bin glücklich, den Kindern vom wunderbaren Leben Jesu zu erzählen. Im Zitat ist von der Beispielhaftigkeit des Lebens Jesu die Rede. Er möchte, dass wir es auch so machen: wie wir helfen, sprechen und beten sollen. Er ist ein Beispiel Gottes. Jesus hat getan, was Gott von ihm erwartet hat. Jesus zeigt uns auch, wie wir ohne Geld Menschen helfen können. Er hatte auch kein Geld. Das erstaunt mich sehr. Er gibt sich damit zufrieden, wenn wir ihm nacheifern. Und wenn wir ein Problem haben, lässt er uns nie im Stich. Er ist immer für uns da! Helfen ist ein grosses Wort, und viele Leute haben Angst davor.

Ich bin jetzt 17 Jahre alt und ich helfe viel, beispielsweise in der Kirche. Ich gehe jeden Sonntagmorgen in die Kirche. Ich könnte im Bett bleiben, ich verdiene nichts dabei. Ich mache es aber trotzdem gern. Viele Leute helfen anderen Menschen, wollen aber mit dieser Arbeit Geld verdienen. Ich finde das schade, weil Jesus das nicht will. Auch eine Person mit wenig Geld kann anderen Menschen helfen. Das heisst, dass wir allen helfen sollen und nicht diskriminieren, nicht rassistisch sein. Lassen Sie es uns wie Jesus machen, einander helfen und lieben, damit das Leben besser weitergeht.

27. Oktober 2011