Gottesdienste mit max. 15 Personen. Weiterhin gilt: stets mit Maske. Foto: iStock/borchee

Geduld. Foto: iStock/DusanBartolovic

SBK: Die Einschränkungen entsprechen einer «recht verstandenen Selbst- und Nächstenliebe». Foto: iStock/Des Green

Gottesdienste und Lockdown light

Update 27. November: Im Kanton Bern bleibt für die Kirchen alles beim Alten

An einer ausserordentlichen Medienorientierung im Berner Rathaus hat der Regierungsrat neue Massnahmen für Gastrobetriebe zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bekannt gegeben. Restaurants müssen um 21 Uhr schliessen und dürfen nur noch maximal 50 Gäste bewirten. Für die Kirchen haben diese Verschärfungen keine Auswirkungen, es bleibt alles beim Alten: max. 15 Personen pro Gottesdienst, Maskenpflicht und Hygienemassnahmen.

Die katholischen Pfarreien im Kanton Bern haben sich auf die geltenden Einschränkungen mittlerweile eingestellt. Gottesdienste werden mehrfach geführt oder man muss sich dafür anmelden. Es gibt in den Pfarreien ausserdem viele Alternativangebote. 

Informieren Sie sich im «pfarrblatt» oder hier bei Ihrer Pfarrei vor Ort

Regierungsrat Christoph Ammann sagte an der Medienorientierung es werde im Hinblick auf Weihnachten eine moderate Lockerung der strengen Berner Massnahmen angestrebt. Der Regierungsrat habe die «feste Absicht», ab 14. Dezember eine Öffnung gemäss Bundeslösung zu ermöglichen. Er führte aus: «Wenn irgendwie möglich, wollen wir Mitte Dezember wieder lockern» und damit der Bevölkerung im Hinblick auf die Festtage eine «Perspektive verschaffen».

Das würde für die Kirchen bedeuten, dass allenfalls ab 14. Dezember Gottesdienste mit 50 Personen erlaubt wären. Es bleibt ungewiss. Die Fallzahlen müssten sinken und die Hospitalisierungen stark zurückgehen, so Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg, die Lage sei unbefriedigend.
 

Update 19. November: Maskenpflicht und Beschränkung auf 15 Personen bleiben

Dank dem grossen Engagement und der Disziplin aller Berner*innen habe sich die Pandemie-Situation im Kanton Bern leicht entschärft, das sagte der Berner Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg an einer Medienorientierung am 19. November im Berner Rathaus. Gleichwohl werden die bisher bekannten Massnahmen nicht gelockert.

Das bedeutet: An Gottesdiensten dürfen auch in der beginnenden Adventszeit weiterhin bloss maximal 15 Personen teilnehmen. Auch die Maskenpflicht, die Wahrung von eineinhalb Metern Abstand und die Hygienemassnahmen bleiben bestehen. Das gelte, so Pierre Alain Schnegg, vorderhand bis zum 7. Dezember.

Bildungs- und Kulturdirektorin Christine Häsler betonte in ihrer Wortmeldung an der Medienorientierung, die Kirchen und Religionsgemeinschaften «tragen intensiv zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei, und sie sind eine wichtige Stützte für viele Menschen». Die Kirchen hätten eine wichtige Funktion, gerade in der aktuellen Situation. Die Menschen würden unter der Pandemie leiden, die Massnahmen seien einschneidend und psychisch belastend. Sie hoffe deshalb, so Häsler, dass man schon bald Lockerungen verkünden könne.

Der Regierungspräsident doppelte nach: «Ich hoffe, wir können in zwei bis drei Wochen Lockerungen beschliessen.» Was das konkret heissen wird, bleibt Spekulation. «Wenn überhaupt», so Pierre Alain Schnegg, «werden es aber kleine Öffnungsschritte sein.»

Die Weihnachtszeit scheint der Berner Regierung wichtig zu sein. Man kann also davon ausgehen, dass Weihnachtsgottesdienste mit 50 Personen gefeiert werden können. Sofern die Ansteckungszahlen und die Anzahl Hospitalisierungen rückläufig sind.

Es bleibt ungewiss. Die nächste Medienorientierung des Berner Regierungsrates wird voraussichtlich am 3. Dezember stattfinden. 

Andreas Krummenacher

 

Update 29. Oktober: Maskenpflicht und Beschränkung auf 15 Personen

Am 28. Oktober hat der Bundesrat weitere Massnahmen gegen die rasche Ausbreitung des Coronavirus ergriffen. Diese gelten ab dem 29.10.2020 und bis auf Weiteres. Die Bischofskonferenz schreibt in einer Mitteilung: «Die Kantone sind nach wie vor hauptverantwortlich für die Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus und die Unterbrechung der Übertragungsketten und jede Person ist für ihr Verhalten und die Hygiene eigenverantwortlich.»

Da die vom Kanton Bern erlassenen Bestimmungen strenger sind, als jene des Bundesrates, ändert sich für die Berner Kirchen nichts. 

Abgesagt wurde die Sitzung des Landeskirchenparlaments vom 21. November und auch die Regionalversammlungen der Parlamentarier*innen der Landeskirche. Lesen Sie hier die entsprechende Mitteilung.

Diese Massnahmen gelten also weiterhin:

Seit 24. Oktober: Gottesdienste nur noch mit 15 Personen

Wie der Berner Regierungsrat gestern mitteilte, werden die Schutzmassnahmen vor Covid-19 weiter verschärft. Davon sind auch die Kirchen betroffen. An Gottesdiensten dürfen nur noch maximal 15 Personen teilnehmen. Die Kirchen bleiben für Besucher*innen geöffnet. Trauerfeiern können weiterhin mit mehr als 15 Personen stattfinden. Die bisherigen Schutzmassnahmen bleiben gültig, es gilt also Maskentragpflicht und man muss sich in Kontaktlisten eintragen. Die Details dazu finden Sie immer hier: www.kathbern.ch/home/corona-aktuell/


Einige Pfarreien haben sich entschlossen, Gottesdienste und Veranstaltungen gänzlich ausfallen zu lassen. Aus Solidarität und aus gesundheitlichen Überlegungen. Andere feiern Gottesdienst, bieten aber auch an, die Kommunion nach Hause zu bringen. Bitte informieren Sie sich vor Ort, was in Ihrer Pfarrei gilt. Hier finden Sie die Kontaktinformationen: www.kathbern.ch/pfarreien

 

Das Onlineportal kath.ch hat mit der Präsidentin des röm.-kath. Landeskirchenrates des Kantons Bern, Marie-Louise Beyeler, und mit dem Stadtberner Pastoralraumpfarrer Ruedi Heim gesprochen


Maskenpflicht in Kirchen ab 12. Oktober

Die Maskenpflicht in Kirchen gilt ab 12. Oktober und betrifft auch Pfarreizentren und andere religiöse Versammlungsräume.

In einer Medienmitteilung teilt der Berner Regierungsrat mit, dass ab Montag, 12. Oktober 2020, im Kanton Bern eine «Maskentragpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen» gelte. Weiter heisst es in der Mitteilung: «Darunter fallen Geschäfte und Einkaufszentren, Poststellen, Museen, Theater, Bibliotheken, Verwaltungsgebäude, Gotteshäuser und religiöse Gemeinschaftsräume, Kinos und Bahnhöfe inkl. Perrons und Unterführungen.»

In Bars, Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen sowie in Restaurationsbetrieben dürfen die Gäste, so der Regierungsrat, die Maske nur dann ablegen, wenn sie an einem Tisch sitzen. An einer Medienorientierung teilt Regierungsrat Alain Schnegg mit, dass von dieser Regelung Kinder unter 12 Jahren ausgenommen seien. Ausserdem gelte in Trainingseinrichtungen wie Fitnessstudios oder in Schalterzonen von Banken die Maskenpflicht nicht.

Im Kanton Bern haben sich in den letzten beiden Wochen durchschnittlich 285 Menschen pro Woche mit dem Coronavirus angesteckt. Diese Entwicklung ist der Grund für die Verschärfung der Massnahmen durch den Regierungsrat.

Diese Maskentragpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen gilt vorerst bis zum 31. Januar 2021. Andreas Krummenacher Hinweis:

Link zur vollständigen Medienmitteilung des Regierungsrates des Kantons Bern

27. Mai: Weitere Lockerungen

An der Medienkonferenz des Bundesrates vom 27. Mai wurden weitere Lockerungen des Corona-Sonderregimes bekannt gegeben. Vieles wird ab 6. Juni und dann ab 8. Juni wieder erlaubt sein. Die Eigenverantwortung wird wichtiger. Die bekannten Hygiene- und Distanzvorschriften gelten weiterhin. Die Schutzkonzepte müssen eingehalten werden. Wo es zu engen Kontakten kommt, sind Kontaktdaten zur Nachverfolgung aufzunehmen.

Die Kommunikaitonsstelle des Bistums Basels schreibt über die Ergebnisse für den kirchlichen Bereich in einer Mitteilung:

«Ab heute (28. Mai) sind öffentliche Gottesdienste wieder erlaubt, sofern das Schutzkonzept eingehalten wird.

Ab 30. Mai sind spontane Versammlungen bis 30 Personen erlaubt (Schutzmassnahmen beachten).

Ab 6. Juni sind Veranstaltungen bis 300 Personen erlaubt (mit Schutzkonzept).

Ab 6. Juni sind Aktivitäten der Jugendarbeit, ausserschulische Katechese, Vereins- und Gruppenanlässe wieder möglich (mit Schutzkonzept). Als Referenzschutzkonzept für diese Aktivitäten gilt im Bistum Basel das Musterkonzept der Jugendfachstellen.»

Hier finden Sie das Rahmenschutzkonzept zur schrittweisen Öffnung der Angebote der Kinder- und Jugendförderung und der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Detaillierte Infos auf der  Internetseite des Bistums

 

Gottesdienste werden ab 28. Mai wieder zugelassen.

Mehr dazu hier

16. Mai: Bischof Felix Gmür wird Bundesrat Alain Berset treffen

Bundesrat Alain Berset wird kommende Woche den gesamten Rat der Religionen zum Gespräch empfangen. Mit dabei wird auch Bischof Felix Gmür sein, wie er im Interview mit der Arbeitsgemeinschaft der Pfarrblatt-Redaktionen bestätigt. Das Treffen wird am Dienstag, 19. Mai stattfinden; voraussichtlich im Haus der Religionen in Bern.

Damit kommt Bewegung in die Frage, wann Gottesdienste wieder zugelassen werden. Der Pfingsttermin steht erneut zur Debatte. 

Der Rat der Religionen wurde 2006 gegründet. Er setzt sich aus den leitenden Persönlichkeiten der drei christlichen Landeskirchen, der jüdischen Gemeinschaft, der christlich-orthodoxen Gemeinde und islamischer Organisationen zusammen. Die Dialogplattform unterstützt gemäss eigenen Angaben «die Verständigung zwischen den Religionsgemeinschaften, fördert den religiösen Frieden in der Schweiz und ist Ansprechpartner für die Bundesbehörden und den Bundesrat». 

 

14. Mai: Trotz bischöflichem Brief, es bleibt dabei, Gottesdienste können wohl erst wieder ab 8. Juni durchgeführt werden

Ein Sprecher des Departements des Inneren (EDI) teilt auf Anfrage des «pfarrblatt» mit, der Bundesrat werde Öffnungen bezüglich Gottesdienste «voraussichtlich bei seinem nächsten Schritt beschliessen». Er präzisiert, der nächste Schritt sei auf den 8. Juni angekündigt, «mit Entscheid am 27. Mai». Damit wird der Forderung von Bischof Felix Gmür, Gottesdienste schon ab Auffahrt durchzuführen, wohl nicht entsprochen.

Der EDI-Sprecher schreibt, man würde in engem Kontakt mit den verschiedenen Glaubensgemeinschaften stehen. «Die Öffnung muss von Schutzkonzepten begleitet werden, wie in anderen Bereichen auch. Es ist wichtig, dass diese Schutzkonzepte den Gepflogenheiten der einzelnen Glaubensgemeinschaften und der jeweiligen Lokalitäten angepasst sind.»

Offenbar gibt es Glaubensgemeinschaften und Konfessionen mit fehlenden oder ungenügenden Schutzkonzepten. Der Bundesrat muss jedoch alle gleich behandeln.

Gottesdienste sind spezielle Versammlungen und als solche aus epidemiologischer Sicht mit einem grossen Risiko verbunden. Zu nennen ist der Gesang und das eher höhere Alter der Besucher*innen.

Gottesdienste fallen ausserdem ganz profan in den grossen Bereich der Kultur. Hier gibt es viele Involvierte und viele Interessen.

Der Bundesrat spricht also über Gottesdienste, berät über die verschiedenen Schutzkonzepte. Nicht alle Glaubensgemeinschaften und Konfessionen haben bislang solche erarbeitet und eingereicht. Das Thema bleibt weiter aktuell, vor allem in den nächsten Tagen bis zum 27. Mai. 

 

12. Mai: Bischof Felix Gmür schreibt Bundesrat einen Brief mit der Bitte, Gottesdienste ab 21. Mai zuzulassen

Bischof Felix Gmür, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, hat dem Bundesrat einen offenen Brief geschrieben, worin er die Zulassung von öffentlichen Gottesdiensten ab dem 21. Mai fordert. Wir dokumentieren den Brief hier im Worlaut:

«Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin, Sehr geehrte Damen und Herren Bundesrätinnen und Bundesräte, Sehr geehrter Herr Bundeskanzler

Im Namen der Schweizer Bischofskonferenz danke ich Ihnen für Ihr beherztes und umsichtiges Vorgehen in der aktuellen Coronakrise. Unsere Kirchen haben Ihre Massnahmen stets mitgetragen und nach bestem Wissen und Gewissen an die Gläubigen vermittelt, denn das Gottesdienstverbot in der Karwoche und an Ostern war für viele Menschen sehr schwer zu ertragen.

Dass seit dem 11. Mai vieles möglich und offen ist, Gottesdienste aber verboten sind, ist nicht mehr zu vermitteln. Für Hunderttausende sind wöchentliche Gottesdienste ein existentielles Verlangen. Sie brauchen eine Perspektive. Deshalb ersuche ich Sie, dass ab Christi Himmelfahrt (21. Mai), spätestens an Pfingsten (31. Mai) öffentliche Gottesdienste wieder möglich sind.

Die entsprechenden Schutzkonzepte taugen für Grossanlässe und liegen vor; Abstand und Hygiene werden eingehalten. Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen

+Felix Gmür, Bischof von Basel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz

PS: Im gleichen Zeitraum finden die religiösen Feste Schawuot und Id al-Fitr statt.»

 

27. April: Schutzkonzept vorgestellt

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat am 27. April zuhanden der Bistümer ein sogenanntes «Rahmen-Schutzkonzept» veröffentlicht. Darin werden detailliert Punkte aufgelistet, die es bei Begräbnisfeiern und zu einem späteren Zeitpunkt bei öffentlichen Gottesdiensten zu beachten gilt. Gottesdienste bleiben weiterhin bis 8. Juni untersagt.

Die SBK hält fest, dass man sich strikt an die Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit halte. Das vorgelegte Schutzkonzept diene als Orientierung für die Zusammenarbeit mit den zuständigen kantonalen Behörden; es sei stets an die konkreten Verhältnisse anzupassen.

Die Situation bleibt im Wesentlichen unverändert. Es gibt viele Hinweise und Vorgaben, die für Sakristan*innen von Interesse sein dürften. Hygienemassnahmen wie die Handdesinfektion und die Desinfektion der Türen und Gegenstände, Distanzregeln wie das Anbringen von Klebestreifen und das Aufhängen der bekannten Plakate beispielsweise.

Begräbnisfeiern wurden schon vor Wochenfrist auf den Familienkreis ausgeweitet. Die SBK schreibt nun, dass die Trauerfamilie entscheide, wer zum Familienkreis gehöre.

Weiter heisst es in den Schutzmassnahmen, die von SBK-Präsident Bischof Felix Gmür unterzeichnet sind, man verstehe die «Hoffnung vieler Gläubigen und trägt diese auch selbst mit, bald wieder öffentliche Gottesdienste feiern zu können». Die behördlichen Schutzmassnahmen seien allerdings nötig und sinnvoll, um in «verantwortungsvoller Weise schrittweise das kirchliche und spirituelle Leben in unserem Land wieder zu normalisieren».

Wann Gottesdienste wieder stattfinden können, weiss die SBK nicht. Das Konzept ist «gültig ab dem vom Bundesrat zugelassenen Zeitpunkt», wie es heisst. Aber auch dann sind keine normalen Gottesdienste möglich.

Man kann es sich angesichts der Distanz- und Hygienevorschriften vorstellen. Im SBK-Schutzkonzept heisst es: «Der Zugang zum Gotteshaus ist auf maximal einen Drittel seiner ordentlichen Besucherkapazität begrenzt. In jedem Fall ist den einzelnen Gläubigen ein Raum von mindestens 4 Quadratmeter zuzuteilen. Die Einhaltung der notwendigen Abstände wird mit geeigneten Massnahmen sichergestellt.»

Und weiter: «Um zu vermeiden, dass bei gut besuchten Gottesdiensten Gläubige vor dem Gotteshaus abgewiesen werden müssen, werden Anmeldeverfahren mit Platzreservationen empfohlen.»

Im Schutzkonzept der Bischofskonferenz heisst es denn auch passend, die Einschränkungen würden einer «recht verstandenen Selbst- und Nächstenliebe» entsprechen. Es werde sicherlich «noch eine Weile dauern bis zu einem vollen kirchlichen und religiösen Leben. Dabei sind die öffentlichen Gottesdienste nur ein Teil davon, was das Christsein ausmacht. Auch die vielen familiären und nachbarschaftlichen Formen des Glaubenslebens, das Gebet und die gottesdienstliche Feier zu Hause gehören dazu.»

kr

Link zum Rahmen-Schutzkonzept der Schweizer Bischofskonferenz zur Durchführung öffentlicher Gottesdienste, 27. April 2020

 

17. April: Erste Lockerungen, vor allem bei Begräbnisfeiern

Die ersten Lockerungen des Bundesrates im Zusammenhang mit den Notmassnahmen zur Eindämmung des Coronavirus betreffen die Kirchen nicht. Kirchliche Veranstaltungen bleiben vorerst untersagt, Gottesdienste gibt es wohl bis 8. Juni keine.

Kirchliche Veranstaltungen und Gottesdienste gehören für die verschiedenen Krisenstäbe des Bundes und des Kantons Bern zu den sogenannt «problematischen Ereignissen». Das hat vor allem mit dem hohen Altersdurchschnitt des Publikums zu tun. Eine mögliche Lockerung in diesem Bereich erfolgt darum erst zu einem späteren Zeitpunkt.

An der Medienorientierung des Bundesrates vom 16. April war im kirchlichen Zusammenhang bloss von Lockerungen bei den Begräbnisfeiern die Rede. Hansruedi Huber, Medienverantwortlicher des Bistums Basel, teilt darum in einer Mitteilung mit, dass «Begräbnisfeiern auf den ganzen Familienkreis erweitert wurden», ausserdem dürfe die Einzelseelsorge, beispielsweise Hausbesuche, «unter Wahrung der Schutzmassnahmen wieder persönlich stattfinden». Der Bischof empfehle «dringlich», Begräbnisfeiern im Freien abzuhalten.

Auf Nachfrage beim Bundesamt für Gesundheit teilt Mediensprecher Daniel Dauwalder mit, das Veranstaltungsverbot erfasse auch Gottesdienste. Dieses «gilt weiterhin und ist vom gestrigen Bundesratsentscheid nicht betroffen». Das bedeutet, dass kirchliche Veranstaltungen und Gottesdienste wohl bis 8. Juni untersagt sind.

Hansruedi Huber präzisiert, man erwarte dass der Bundesrat «spätestens ab 8. Juni öffentliche Gottesdienste zulässt.» Ende April und Ende Mai wird der Bundesrat zu den jeweiligen Schritten Details und Präzisierungen veröffentlichen. Ab 11. Mai sollen die obligatorischen Schulen (Primar- und Sekundarstufe) wieder öffnen, wahrscheinlich wird auch der Religionsunterricht wieder erlaubt sein. Alles immer unter der Vorgabe der Distanz- und Hygieneregeln.

Auf die Frage, ob die Kirchen grundsätzlich auf der Tagesordnung des Bundesrates stehen würden, antwortet Daniel Dauwalder: «Der Bundesrat wird die weiteren Schritte der Öffnung diskutieren und dazu gehören selbstverständlich auch die Gottesdienste».

Wann mit einer Öffnung bei den Kirchen zu rechnen ist, darauf konnte Daniel Dauwalder keine Antwort geben. Die weitere Schritte müssten erst noch diskutiert werden. Auf die Schlussfrage, ob beim Bundesrat die Dimension der spirituellen Gesundheit ein Thema sei, antwortete er nicht.

14. März: Gottesdienste bis auf weiteres untersagt. Schutz verletzlicher Personen

Corona-Virus: Schutz alter Menschen Die katholische Kirche erlässt Weisungen, dass man sich im Kampf gegen die Verbreitung des Corona-Virus an die Vorgaben des Bundes halten muss. Insgesamt verordnen die Verantwortlichen der Kirche Entschleunigung und eine Reduktion auf das Wesentliche. Ostern findet statt. Erstkommunionfeiern im klassischen, grossen Stil sind abgesagt. Firmungen sind verschoben, die Sonntagspflicht ist aufgehoben.

Die Details erfahren Sie hier

 

Redaktion: Andreas Krummenacher

 

 

27. November 2020
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