Frohberg. Zentral wohnen. Foto: kathbern

Grosser Kirchenrat Bern

Das Parlament der Katholischen Kirche Region Bern, der Grosse Kirchenrat, traf sich am Mittwochabend, 22. April (siehe auch Interview «pfarrblatt» Nr. 18) zu seiner Frühlings-Sitzung, der ersten unter der Leitung der neuen Präsidenten Ursula Jenelten Brunner.


Dabei wurde der Rechenschaftsbericht 2014 des Kleinen Kirchenrates in «höchsten Tönen» gelobt. Engagierte Worte schlug KKR-Präsident Anton B. Zaugg in seinem Editorial des Rechenschaftsberichts 2014 an: wir müssten «uns als Kirche engagieren, wenn wir nicht zusehen wollen, wie viele Menschen durch die weiter werdenden Maschen der sozialen Netze fallen. Es sind dies immer mehr Arme, Alleinerziehende, Migrantinnen und Migranten, Flüchtlinge, Sans Papiers und Ausgesteuerte.» Angesichts dieser Not sei es wichtig, so Zaugg, die Weichen der kirchlichen Finanzpolitik anders zu stellen. Und er fragt: «Müssten wir nicht – ganz nach dem Vorbild des Papstes – bescheidener werden?»

Im Weiteren beschäftigte sich der Rat mit Kreditabrechnungen und einer Kreditsprechung für die Dach- und Fassadensanierung des Kirchlichen Zentrums Guthirt in Ostermundigen. Das Zentrum wird in zwei Etappen saniert. In allen Baugeschäften werden die neusten ökologischen Standarts berücksichtigt.

Zudem wurde die Neuausrichtung des «Frohberg, zentral wohnen» positiv bewertet und der Betriebskommission mehr unternehmerische Freiheit zugestanden. Heute werden die Zimmer nicht auschliesslich an Lernende und Studierende vermietet, die allerdings weiterhin den Vorrang haben. Auch Personen mit angemessenem Einkommen werden als Mieter akzeptiert. Damit hat der Frohberg im ersten Betriebsjahr einen Reingewinn erwirtschaftet.

com/Jürg Meienberg

29. April 2015