Gut versorgt mit Lesestoff ins Jahr 2015

Mit Geschichten durchs Jahr.
Ein literarischer Kalender mit 365 Geschichten
Diogenes 2014, 816 Seiten, Fr. 18.90
Lesevergnügen und Erzählkunst für ein ganzes Jahr – für jeden Tag eine  Geschichte: zum Lesen nach dem Aufstehen oder vor dem Einschlafen, zum  Lesen während der Fahrt zur Arbeit, beim Warten auf den Bus oder als  Verschnaufpause zwischendurch. Ganz unterschiedliche Geschichten sind es:  spannende, märchenhafte, raffinierte, melancholische, lustige. Ganz im Sinne  von Jorge Luis Borges: «Ich glaube nicht, dass die Menschen je müde werden, Geschichten zu hören.»


Helen Schüngel-Straumann
Eva
Die erste Frau der Bibel: Ursache allen
Übels?
Ferdinand Schöningh 2014, 217 S., Fr. 40.–
Die erste Frau der Bibel (Gen 1–3) ist in der christlichen Geschichte und  Tradition weitgehend zu einer negativen Figur geformt worden, zum Symbol für  die Unzuverlässigkeit von Frauen, zur Verführerin und Ursache allen Übels. Die  abendländische Philosophie, die stark dualistisch geprägt war, hat dem  weiblichen Teil stets die schlechtere Seite zugewiesen. Die feministische  Theologie hat zu einem neuen Verständnis von Körper, Leiblichkeit und  Geschlechterrollen beigetragen. Vor diesem Hintergrund betrachtet die Theologin Eva und die Folgen neu.
Karin Schatzmann

Gian Domenico Borasio
Selbst bestimmt sterben
Was es uns bedeutet. Was uns daran hindert. Wie wir es erreichen können
C.H. Beck 2014, 206 Seiten, Fr. 25.90
Ein einfühlsames wie nüchternes Buch, das zum Nachdenken über die eigene  Einstellung zum Leben und zum Sterben anregt. Der Autor gibt konkrete  Hinweise darauf, wie man sich auf die letzte Lebensphase so vorbereiten kann,  dass sie den eigenen Wünschen entspricht. Borasio, Professor für  Palliativmedizin, erläutert gut verständlich, worauf es auf dem Weg zu einem  selbstbestimmten Lebensende wirklich ankommt und plädiert für eine Medizin, die sich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen richtet.


Irvin D.  Yalom
In die Sonne schauen
Wie man die Angst vor dem Tod überwindet
btb 6. Aufl. 2010, 268 Seiten, Fr. 15.90
Er ist der grosse Unbekannte. Gerne verdrängt, vielfach besungen, meistens  gefürchtet, manchmal herbeigesehnt: der Tod. Der bekannte Psychoanalytiker nähert sich einer der grössten Fragen der Menschen sowohl auf der  professionellen wie auch auf einer persönlichen Ebene. «In die Sonne schauen»  ist nicht nur eine Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des  Lebens, sondern auch ein Plädoyer für ein bewusstes Leben.


Shulamit Ambalu
Das Religionen-Buch
Grosse Ideen einfach erklärt
Dorling Kindersley 2014, 352 Seiten, Fr. 35.50
Gibt es nur einen Gott? Was ist nach dem Tod? Warum gibt es Leid in der Welt?  Der Grossteil der Menschen weltweit ist einer Religion angehörig, die  dem Leben einen tieferen Sinn verleiht. Welche Ideen liegen den  unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften zugrunde? Und wie haben sich  diese entwickelt? Das Buch erklärt zentrale Glaubensinhalte und bietet einen  spannenden und anschaulichen Überblick über die Religionen der Welt.


Martin Werlen
Heute im Blick
Provokationen für eine Kirche, die mit den Menschen geht
Herder 2014, 192 Seiten, Fr. 21.90
Verrät die Kirche ihren Auftrag, wenn sie sich nur auf sich konzentriert? Müsste  sie sich nicht intensiv der heutigen Zeit zuwenden? Mit Sorge, aber v.a. mit Leidenschaft und aus einem inneren Feuer heraus geschrieben ist das Buch des  bekannten Schweizer Mönches Martin Werlen, dem früheren Abt von  Einsiedeln. Er lenkt den Blick auf die zentralen Fragen und weist heilsame,  spirituelle Wege, die Mut machen, sich mit der Kirche zu identifizieren.

Buchempfehlungen der ökumenischen Buchhandlung voirol. Rathausgasse 74, Bern. Tel. 031 311 20 88.
www.voirol-buch.ch

26. Dezember 2014