Gweerige Fraiwä

Drei Museen im Kanton Obwalden zeigen bis in den Spätherbst eine gemeinsame Ausstellung in drei Teilen: von Frauen über Frauen, aber nicht nur für Frauen.

«Gweerig» bedeutet in der Obwaldner Mundart «gewandt; selbstständig; einfallsreich » und «Frai(w), Frai[w]ä» steht für «Frau, Frauen». Porträtiert werden an allen drei Orten bemerkenswerte Frauen aus Obwalden, die sich für sich selbst und andere einsetzten, für politische Mitsprache kämpften und es verstanden, ihre Chancen wahrzunehmen.

Museum Bruder Klaus Sachseln (bis 1. November)

Die Frauenporträts der Künstlerin Justine Stockmann-Imfeld, der Hebamme Hedi Burach-Enz und der Ethnologin Iren von Moos werden begleitet von Kleidern aus der Serie «portraits de femmes» der Künstlerin Monika Gasser. Ergänzend wird auch der lange Weg zum Frauenstimmrecht in den Obwaldner Gemeinden nachgezeichnet und die Rolle der katholischen Frauenvereine bei der politischen Ermächtigung der hiesigen Frauen reflektiert.
www.museumbruderklaus.ch

Tal Museum Engelberg (bis 17. Oktober)

Die kleine Kabinettausstellung ist Rosa Häcki-Feierabend, der ersten Kantonsrätin Obwaldens, gewidmet sowie Elisabeth Gander-Hofer, die 1995 in den Obwaldner Regierungsrat gewählt worden war. www.talmuseum.ch

Historisches Museum Obwalden (bis 28. November)

«Eine Demonstration unerhörter Weiblichkeit » lautet der Titel der Ausstellung, die neben Porträts von fünf bemerkenswerten Obwaldnerinnen Einblicke in die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Kantons gibt, welche den Alltag prägten und zum Teil noch heute nachwirken. Die Fotoreihe «Spinnereien» der Künstlerin Nicole Buchmann umrahmt die Ausstellung.

www.museum-obwalden.ch

9. Juli 2021
erstellt von «pfarrblatt»
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