Herausgegriffen

300 Fussballfelder
Nicht nur Bauern verlieren durch das voninternationalen Unternehmen betriebene «Land Grabbing» in Indonesien ihre Lebensgrundlage. Der Raubbau an den Urwäldern zerstöre auch die «Lunge der Welt», sagte Matthias Dörnenburg, Fastenopfer, vor den Medien in Bern. Auf rüde Weise würden die Bauern enteignet. Die Vollzugsleute des «Land Grabbing», bewaffnete Personen in Uniformen eines Sicherheitsdienstes, würden die Betroffenen sehr kurzfristig darüber in Kenntnis setzen, «dass ihnen noch fünf Tage bleiben, bis ihr Haus abgerissen wird».
Dieses Vorgehen habe System. Jede Stunde werde «Regenwald in der Grösse von 300 Fussballfeldern für Ölpalmen gerodet». Die Fastenkampagne setzt diesem Raubbau an Mensch und Natur die «Aktion Neuland» als «positiven Protest» entgegen. Pfarreien, Kirchgemeinden und Privatpersonen werden aufgefordert, kleine Gartenbeete zum Beispiel in der Grösse von Paletten mit Gemüse und Blumen einzurichten. Diese Mikrogärten sollen zu «mehr Grün, mehr Biodiversität und mehr Miteinander» beitragen.
kath.ch/jm

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Was die Ökumenische Kampagne zur Fastenzeit will:
• Geld sammeln, um Menschen «Boden unter den Füssen» zu sichern und damit Hunger und Armut zu verringern.
• Sensibilisieren, dass Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren, da das Land, auf dem sie leben, aufgrund von Investitionen in Ölpalm-Plantagen bedroht ist und diese Tatsache der Schweizer Öffentlichkeit bewusst machen.
• Ein sichtbares Zeichen mit vielfältig bepflanzten Palettenbeeten setzen, dass Land kostbar ist und Land Grabbing gestoppt werden soll.
• Finanzinstitute und insbesondere die Credit Suisse und Safra Sarasin auffordern, die Einhaltung der Menschenrechte und Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten.
Auch Privatvermögen bei Banken und Pensionskassen sind betroffen: Fastenopfer/Brot für alle/Partner sein rufen dazu auf, nachzufragen, ob die Finanzinstitute auf Nachhaltigkeit und Menschenrechte achten. Briefvorlage unter: www.sehen-und-handeln.ch (Rubrik: was Sie tun können).
com/jm

8. März 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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