Dunkirk. Ab heute in den Kinos. Bild: zVg

Herausgegriffen

Mitgefühl total

«Ich habe immer gespürt, dass wir Menschen alle gleich sind, schon als Kind. Wenn ich als Bub einmal nicht an mich selbst dachte, was mir damals sehr schwerfiel, eigentlich arbeite ich ja noch immer daran, dann nahm ich sofort Leute wahr, denen Leid widerfuhr. Menschen, die Hunger hatten, die unter Schmerzen litten oder deren Gefühle verletzt waren. Ich konnte mich sofort mit ihnen identifizieren, dabei spielten Aussehen, Alter, Hautfarbe, Religion keine Rolle. Man verspürt einfach Mitgefühl, wenn andere Menschen leiden.»

Schauspieler, Buddhist und Tibet-Aktivist Richard Gere im Interview, NZZaS, Beilage «Gesellschaft», 9. Juli 2017, auf die Frage, wann er denn zu der spirituellen Person geworden sei, für die er heute bekannt sei. Ob er schon immer einen Sinn für Ungerechtigkeit gehabt habe.
Auf die Frage, ob er noch immer die Hoffnung hege, dass die Menschen zum Frieden fähig seien, antwortet Gere:

«Aber natürlich! Alle Verbrechen, alle negativen Dinge können abgewendet werden. Sie entsprechen gar nicht unserem Wesen, sondern sind wie darüberliegende Schichten von Wut, Hass und Rache, die über dem liegen, was uns wirklich ausmacht. Für mich besteht kein Zweifel, dass wir Wesen voller Liebe und Mitgefühl sind, die zur Weisheit finden werden.»

Foto: US-Schauspieler und Friedensaktivist Richard Gere. Foto: wikimedia commons

 

Ehe für keinen!

«Ehe für alle» sei ganz und gar nicht progressiv, meint der Feuilleton-Chef der Neuen Zürcher Zeitung, René Scheu. «Ehe für alle» sei eine Erweiterung der inkorrekten Vorrechte Einzelner, wie aktuell in der Ehe zwischen Frau und Mann. Erst, wenn aus Partnerschaften Kinder hervorgingen, sei es Aufgabe des Staates, Schutzrechte aufzustellen. Progressiv wäre vielmehr die «Ehe für keinen», schreibt Scheu. Aus Sicht des Staates, wohlgemerkt.
Die Kirchen, von denen die Eidgenossenschaft 1874 die Ehe als Institution übernommen haben, würde er selbstverständlich gewähren lassen. Denn die Definition der Ehe soll zum einen den Individuen, zum anderen eben «Organisationen» überlassen werden. Kirchen seien, so Scheu nüchtern, «Klubs, die über eine eigene Satzung verfügen». Damit könnten diese selber bestimmen, wer zu ihren Mitgliedern gehöre und wer aus diesem Kreis dann auch ehefähig wäre und wer nicht.
«Den Staat hingegen geht das Privatleben seiner Bürger nichts an», meint Scheu abschliessend.

Den ganzen Beitrag lesen Sie hier: René Scheu 21.7.2017, NZZ, 21. Juli 2017: «Ehe für alle? Ehe für keinen!»

 

Es gibt keine Antikriegsfilme

«Es geht in ‹Dunkirk› nicht um die Geschichte, wie sie sich in Geschichtsbüchern darstellt, sondern es geht um die Erfahrung des Kriegs, wie sie sich für den Einzelnen anfühlen mag. Das ist kein humanistischer Film. Was er vorführt, ist vielmehr, wie der Krieg das Humane in einer tödlichen Materialschlacht auf ein Minimum reduziert: Es bleibt nichts als ein einziges Durchkommen-Wollen. (...) Man muss ein Kino nicht mögen, das will, dass es einem die Sprache verschlägt. Aber ‹Dunkirk› hat mir die Sprache verschlagen und in meinen Eingeweiden gewühlt. Als das, was er ist, ist Christopher Nolans Film über alle Maßen geglückt.»

Spiegel Online, 25. Juli, Ekkehard Knörer. Der Film läuft ab heute in den Kinos in Bern, Thun, Solothurn, Biel...

Den ganzen Artikel von Ekkehard Knörer gibt es hier: Spiegel Online, 25. Juli 2017: Die Erfahrung des Krieges

Offizielle Webseite: Dunkirk, UK/F/USA 2017

Trailer zum Film

 

Redaktion: kr

26. Juli 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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