I, Daniel Blake

Der 59-jährige Daniel Blake verliert seine Stelle als Schreiner nach einem Herzinfarkt. Es fällt ihm schwer, auf der Arbeitssuche den Weg durch das Labyrinth der Bürokratie zu finden. Er bekommt Hilfe von der alleinerziehenden Mutter Katie, die ebenfalls am Existenzminimumlebt. Doch Solidarität hat Grenzen, wenn das System stärker ist als die Individuen. Ken Loach und sein Drehbuchautor Paul Laverty erzählen humorvoll und ohne falsches Pathos vom Kampf eines ungleichen Paares gegen Ausgrenzung. Mit dem Publikumspreis von Locarno, der Goldenen Palme von Cannes und einer Lobenden Erwähnung der Ökumenischen Jury wurde das Sozialdrama als einer der besten Filme in diesem Kino-Jahrgang ausgezeichnet.

Charles Martig, Filmjournalist Katholisches Medienzentrum

23. November 2016
erstellt von «pfarrblatt»
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