pfarrblatt:

News-Artikel

Ludwig Spirig-Huber (58), Foto: Nicole Arz

In der Kirche bin ich derjenige, der in Fragen der Kommunikation mitdenkt.

Was lieben Sie an Ihrer Tätigkeit?
Zum einen liebe ich die Vielfalt der Arbeit, zum anderen spüre ich immer wieder, welch faszinierenden Hintergrund wir als Kirche haben, den ich in verschiedenen Formen und an verschiedenen Orten den Menschen näherbringen darf.

Was ist Ihnen eher lästig?
Wenn kirchliche Würdenträger in verschiedenen Formen über die Stränge glauben schlagen zu dürfen, dann ist mir das nicht eher lästig, sondern sehr lästig.

Erzählen Sie von einem berührenden Erlebnis!
Der Abend der Papstwahl am 13. März 2013. Ich verbrachte diesen Abend bei TeleBärn. Wie dieser Papst vom ersten «Buona sera» eine riesige Ausstrahlung hatte auf alle, die im Raum waren. Da spürte man sogleich: da ist etwas passiert, etwas sehr Hoffnungsvolles.

Schildern Sie einen schwierigen Moment!
Als vor einigen Jahren die grosse Missbrauchsdebatte geführt wurde und etliche kirchliche Würdenträger das Ganze verschleierten oder herunterspielten, war das für mich ganz persönlich ein sehr schwieriger Moment, nein: eine schwierige Zeit.

Worauf vertrauen Sie in Ihrem Leben?
Eine gute Frage ... das wechselt, das ist ein ständiges Suchen (und auch immer wieder Finden, gottseidank).

Wie leben Sie?
Mit meiner Frau in der ersten autofreien Siedlung der Schweiz in Bümpliz.

Ludwig Spirig-Huber (58)
Kommunikationsbeauftragter Katholische Kirche Region Bern, seit 2008

27. November 2013