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Irina Ciorba und ihr Strick-Café

Mein Weg, im Lockdown eine Normalität aufrechtzuerhalten

«I’ve been knitting my whole life. Mostly for pleasure. Briefly for making a living.» Irina Ciorba, die das sagt, stammt aus Rumänien, studierte Psychologie, arbeitet als Coach und lebt heute mit ihrer Familie als praktizierende Jüdin in Bern.

Sie erzählt: «Es begann schon als Kind, als ich Kleider für meine Puppen strickte. Später war es dann eine Möglichkeit, mich zu entspannen nach dem intensiven Studium für die Prüfungen an der Universität. Und als das wirkliche Leben begann, als ich Kinder bekam und ein vielbeschäftigter Mensch wurde, sind mir Stricken und Häkeln trotz allen Änderungen des Lebens liebe Gewohnheiten geblieben. Wie ist es möglich, werde ich oft gefragt, so viel zu stricken, während ich arbeite, mich um Kinder und das Haus kümmere? Die Antwort ist einfach – es ist entspannend und lohnend zugleich, also habe ich Wege gefunden, es zu tun. Wenn ich zum Beispiel mit den Kindern in den Park gehe, bringe ich mein Strickzeug mit, damit ich am Ende des Tages nicht das Gefühl habe, dass ich nur meinen Kindern beim Spielen mit ihren Freunden zugesehen habe, sondern auch etwas Gutes für mich selbst getan habe, während ich sie im Auge behielt.

Die Angewohnheit, in jeder Lebenslage zu stricken und zu häkeln, hat sich auch während der Zeit des Lockdown als hilfreich herausgestellt! Daher kann ich nur alle ermutigen, mehr kreative Arbeit zu leisten und damit geistig fit zu bleiben.»

Seit gut einem Jahr leitete Irina Ciorba im Haus der Religionen einmal pro Monat ein sogenanntes Strick-Café. Da die Nachfrage so gross ist, nach Corona wieder gemeinsam zu stricken, Kaffee zu trinken und miteinander ins Gespräch zu kommen, findet das Strick-Café vor der Sommerpause noch einmal statt, nämlich am Dienstag, 30. Juni, ab 10.00. Willkommen sind Geübte und Neustricker*innen! Eine Anmeldung braucht es nicht.

23. Juni 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 14
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