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Keksdose aus Wien

In den Pausen zünden wir in der Redaktion wieder Kerzen an und stärken uns mit Mandarinen, Lebkuchen und Grittibänz. In einem Büro steht erneut das qualmende Holzräuchermännchen aus dem Erzgebirge, in einem anderen leuchtet ein winziger Tannenbaum.

Ich stöbere daheim in meiner Rezeptsammlung nach einer neuen Guetzlisorte. Schon als Kind mochte ich Adventskalender, den Duft angesengter Tannennadeln und den feinen Klang des goldenen Engelspiels. Im Advent taucht all das wieder auf, in Erinnerungen oder im wieder Erleben.

Manche Adventsbräuche gibt es weltweit, andere pflegt man regional. Acht Menschen erzählen von ihren landestypischen Traditionen: vom kolumbianischen «Tag der Kerzen» über den kroatischen Weihnachtsweizen bis hin zum Brauch des «offenen Hauses» in Malaysia.

Und ich werde wohl auch dieses Jahr wieder nach einem alten Familienrezept backen, in Erinnerung an die jährliche Weihnachtspost aus Wien: eine Keksdose, randvoll mit Omas kleinsten und feinsten aller Vanillekipferl. Ihre Zuckerbäckerkunst ist bis heute unerreicht.

Anouk Hiedl

Advent rund um die Welt

27. November 2019
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 25
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