KINO - ARCHITEKTUR DER UNENDLICHKEIT

Was verbindet die Wirkung der Feldkapelle Bruder Klaus von Peter Zumthor, gotische Kirchen in Frankreich und die Halle des Hauptbahnhofs Zürich? Regisseur Christoph Schaub findet es im Gespräch mit den Architekten und Künstlern Peter Zumthor, Peter Märkli, Álvaro Siza Viera, James Turrell, JoJo Mayer und Cristina Iglesias heraus

Sie ist ausgesprochen faszinierend: die Feldkapelle Bruder Klaus von Peter Zumthor. Der Film «Architektur der Unendlichkeit» eröffnet mit diesem Bauwerk, das im Innenraum die Seele in die Höhe zu tragen scheint. Ähnlich wie gotische Kirchen in Frankreich funktionieren auch die Kirche des Klosters Mariastein oder die luftige Kolumba, das von Zumthor geschaffene Kunstmuseum des Erzbistums Köln, als räumliche Transzendenz-Annäherungen.

Der Film versucht virtuos, sakrale Bauten in einen Dialog mit modernen Werken zu setzen. So hat auch die Halle des Hauptbahnhofs Zürich für den Regisseur Christoph Schaub eine Aura, eine Energie, die die beschreibbare Sinneswahrnehmung übersteigt. Im Dialog mit Architekten und Künstlern erkundet er das Tiefgründige in Raum und Struktur. Die Geschichte verbindet sich mit der Moderne, christliche Sakral-Architektur mit der Suche nach einer Architektur der Unendlichkeit. Dieser Dokumentarfilm macht die emotionale Wirkung von Räumen erlebbar und stellt wesentliche philosophische Fragen. Schaub begibt sich auf eine meditative Suche nach dem Unendlichen in der Endlichkeit unserer Welt.

Charles Martig, Filmjournalist kath.ch

«Architektur der Unendlichkeit», Dok CH 2018, Regie: Christoph Schaub; Dokumentarfilm mit Peter Zumthor, Peter Märkli, Álvaro Siza Viera, James Turrell, JoJo Mayer, Cristina Iglesias
Kinostart: 31. Januar

Trailer zum Film hier

23. Januar 2019
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 3
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